{"id":572,"date":"2018-04-16T08:36:33","date_gmt":"2018-04-16T08:36:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oetternbach.de\/?page_id=572"},"modified":"2024-08-07T14:33:14","modified_gmt":"2024-08-07T14:33:14","slug":"amphibien-saeugetiere","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.oetternbach.de\/?page_id=572","title":{"rendered":"Amphibien\/S\u00e4ugetiere"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"color: #000000;\">Was kriecht und springt im NSG Oetternbach herum?<\/span><\/h1>\n<p>Das Gebiet stellt sich als wertvoller Bereich f\u00fcr Amphibien, Heuschrecken, Schmetterlinge, Libellen, Spinnen, Brutv\u00f6gel und Gastv\u00f6gel dar, ist auf der Seite von LANUV zu lesen.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #008000;\"><strong>Amphibien<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Auf der Erde gibt es etwa 6.000 Amphibienarten, in Deutschland sind nur 21 heimischen. Davon sind acht Amphibienarten in der &#8222;Roten Liste der gef\u00e4hrdeten Arten Deutschlands&#8220; aus dem Jahr 2009 als bedroht gef\u00fchrt. Keine Lurchart hat in den letzten Jahren im Bestand zugenommen, 40 Prozent geh\u00f6ren zu den gef\u00e4hrdeten bzw. stark gef\u00e4hrdeten Arten. Die Einteilung erfolgt in Schwanz- und Forschlurche.<\/p>\n<p><strong>Schwanzlurche<\/strong> haben kurze Beine, einen langgestreckten K\u00f6rper und einen Schwanz. Sie schl\u00e4ngeln sich vorw\u00e4rts. Zu ihnen geh\u00f6ren die Familie der Salamander, die Familie der Wassermolche. Bei Salamandern und Molchen findet eine innere Befruchtung statt.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Salamander<\/strong> sind vorwiegend Landbewohner (Alpen- und Feuersalamander).<\/li>\n<li><strong>Molche<\/strong>, auch Wassermolche genannt. Erwachsenen Molche leben zeitweise im Wasser und entwickeln deshalb Flossens\u00e4ume (Alpenkamm-, Berg-, Faden-, Teich- und <span style=\"color: #993300;\">Kammmolch<\/span>).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Froschlurche <\/strong>habe eine charakteristische Stimme, sie quaken. W\u00e4hrend ihrer Larvenzeit im Wasser besitzen sie einen Schwanz, der sich mit ihrer Entwicklung zum Landtier zur\u00fcckbildet. Sie haben kurze Vorder- und lange Hinterbeine mit denen sie sich h\u00fcpfend bewegen. Bei Froschlurchen findet die Besamung der Eier \u00e4u\u00dferlich statt. In Deutschland leben insgesamt 14 Arten, f\u00fcnf Arten, die z.T. wieder Unterarten bilden.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><strong>Gr\u00fcnfr\u00f6sche<\/strong>, auch Wasserfr\u00f6sche genannt (Kleiner Teichfrosch, Seefrosch, <span style=\"color: #99cc00;\">Kleiner Wasserfrosch<\/span>)<\/li>\n<li><strong>Braunfr\u00f6schen<\/strong> (Gras-, <span style=\"color: #ff00ff;\">Moor-<\/span> und Springfrosch)<\/li>\n<li><span style=\"color: #ff00ff;\"><b><strong>Laubfrosch <\/strong><\/b><span style=\"color: #333333;\">(heute: gilt der Laubfrosch als stark gef\u00e4hrdet, s.u.)<\/span><\/span><\/li>\n<li><strong>Unken<\/strong> (<span style=\"color: #ff0000;\">Gelbbauch<\/span>&#8211; und <span style=\"color: #ff0000;\">Rotbauchunke<\/span>)<\/li>\n<li><strong>Kr\u00f6ten<\/strong> (Erd-, <span style=\"color: #993300;\">Kreuz-, <\/span><span style=\"color: #ff00ff;\">Geburtshelfer<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #ff00ff;\">&#8211;<\/span>,<\/span><\/span> <span style=\"color: #ff00ff;\">Knoblauch<\/span>&#8211; und <span style=\"color: #ff00ff;\">Wechselkr\u00f6te<\/span>)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<pre><strong>Amphibienarten: Einteilung der Roten Liste 2009:<\/strong>\n<strong>Kategorie 1<\/strong> (vom Aussterben bedroht)\n<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Kategorie 2<\/strong><\/span> (stark gef\u00e4hrdet)\n<span style=\"color: #ff00ff;\"><strong>Kategorie 3<\/strong><\/span> (gef\u00e4hrdet)\n<strong>R<\/strong> (extrem selten, Arten mit geographischer Restriktion)\n<span style=\"color: #99cc00;\"><strong>G<\/strong> <\/span>(Gef\u00e4hrdung anzunehmen, aber Status unbekannt)\n<span style=\"color: #993300;\"><strong>V<\/strong><\/span> (Vorwarnliste)<\/pre>\n<p>Im NSG Oetternbach wurden die Amphibienarten bislang noch nicht konkret ermittelt. <strong>Bergmolche<\/strong> und <strong>Salamander<\/strong> trifft man h\u00e4ufiger an. Wie lange noch, ist fraglich. Ein wahrscheinlich aus Asien eingeschleppter Pilz namens Batrachochytrium salamandrivorans\u00ab, kurz \u00bbBsal\u00ab, oder &#8222;Salamanderfresser&#8220; droht die Amphibien auszurotten (s. &#8222;Petition&#8220; unter Neuigkeiten). Der besonders gesch\u00fctzte <span style=\"color: #000000;\"><strong>Bergmolch<\/strong><\/span> wurde von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT e.V.) zum <span style=\"color: #000000;\"><strong>\u201eLurch des Jahres 2019\u201c<\/strong> <\/span>ausgerufen.<\/p>\n<p>Der <strong>Kammmolch<\/strong>, der sich gerne in lichten Geh\u00f6lze ansiedelt, steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste NRW. Der <strong>Laubfrosch<\/strong> geh\u00f6rt heute zu den stark gef\u00e4hrdeten Amphibien, auf der Roten Liste. Als Wetterfrosch, &#8222;Kermit&#8220; (Film: Sesamstra\u00dfe) oder als &#8222;Froschk\u00f6nig&#8220; in dem gleichnamigen M\u00e4rchen, wurde die Froschart in der \u00d6ffentlichkeit bekannt. In den letzten 20 Jahren ist er sehr selten geworden, deshalb entwickelte die Landesanstalt f\u00fcr \u00d6kologie Nordrhein-Westfalen (L\u00d6BV NRW) ein Artenhilfsprogramm f\u00fcr den Laubfrosch mit dem Titel &#8222;Ein K\u00f6nig sucht sein Reich&#8220;. Sein Vorkommen in NRW wurde im Jahr 2001 ermittelt. Der Laubfrosch ist ein wichtiger Indikator f\u00fcr sauberes Wasser, Luft und Boden und damit f\u00fcr eine sehr artenreiche Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, V\u00f6geln, Schmetterlingen etc., die genau in solchen Regionen \u00fcberleben. Eine Karte und detaillierte Informationen sind bei LANUV zu finden: <a href=\"https:\/\/www.lanuv.nrw.de\/natur\/artenschutz\/artenschutzprogramm\/laubfroschprogramm\/vorkommen_in_nrw\/\">https:\/\/www.lanuv.nrw.de\/natur\/artenschutz\/artenschutzprogramm\/laubfroschprogramm\/vorkommen_in_nrw\/<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_715\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180713_085408.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-715\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-715\" src=\"http:\/\/oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180713_085408-1024x498.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180713_085408-1024x498.jpg 1024w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180713_085408-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180713_085408-768x373.jpg 768w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180713_085408-624x303.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-715\" class=\"wp-caption-text\">Bergmolch Foto: Helmut Kr\u00fcger<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_856\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Feuersalamander-entdeckt-von-Ann-Carina-Zeh-10.08.2018-e1543184341229.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-856\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-856\" src=\"http:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Feuersalamander-entdeckt-von-Ann-Carina-Zeh-10.08.2018-e1543184341229.jpg\" alt=\"Feuersalamander entdeckt von Ann-Carina Zeh, am 10.08.2018 (Niewaldstra\u00dfe\/ Ecke Ludolfsweg). \" width=\"340\" height=\"506\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-856\" class=\"wp-caption-text\">Feuersalamander entdeckt von Ann-Carina Zeh, am 10.08.2018 (Niewaldstra\u00dfe\/ Ecke Ludolfsweg).<\/p><\/div>\n<h2><span style=\"color: #008000;\"><strong>Reptilien<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Bei den Reptilien im Oetternbachtal sind Echsen und Schlangen zu beobachten, z.B.\u00a0 Zauneidechse, Blindschleiche oder Ringelnatter.<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es 15 Reptilienarten (Kriechtiere). Dazu z\u00e4hlen <strong>Schildkr\u00f6ten<\/strong>, <strong>Eidechsen<\/strong> und <strong>Schlangen<\/strong>.\u00a0Reptilien lieben die Sonne. Sie sind wechselwarme Tiere mit starkem W\u00e4rmebed\u00fcrfnis, deren K\u00f6rpertemperatur gr\u00f6\u00dftenteils von der Umgebungstemperatur abh\u00e4ngt. Sie suchen Sonne oder Schatten auf, um ihre Temperatur zu regeln. Ihre Haut hat Schuppen, die als Verdunstungsschutz dienen. So k\u00f6nnen sie unabh\u00e4ngig vom Wasser leben.<\/p>\n<p>Reptilien halten Winterruhe in Verstecken, z.B. unter Baumwurzeln, Steinplatten, Totem Holz oder in Erdl\u00f6chern, selbstgegrabenen H\u00f6hlen, Felsspalten, Hohlr\u00e4umen und in Kleins\u00e4ugerbauten. Nur die Europ\u00e4ische Sumpfschildkr\u00f6te \u00fcberwintert auf dem Grund von Gew\u00e4ssern.<\/p>\n<p>Eidechsen fressen vorwiegend Insekten, W\u00fcrmern und andere Kleintiere. Die heimischen Schlangen ern\u00e4hren sich sehr unterschiedlich. Die Schling- oder Glattnatter frisst Eidechsen, die Ringelnatter Amphibien und Fische, die W\u00fcrfelnatter verzehrt Fische, die sie im Wasser jagt. Die Kreuzotter und die \u00c4skulapnatter verspeisen haupts\u00e4chlich Kleins\u00e4ugern, z.B. M\u00e4use.<\/p>\n<p>Reptilien legen entweder Eier in selbst gegrabene Erdl\u00f6cher oder in Komposthaufen, die von der Sonne und der W\u00e4rme, die w\u00e4hrend der Verrottung entsteht, ausgebr\u00fctet werden. Einige Arten sind lebendgeb\u00e4rend, z.B. Waldeidechse, Blindscheiche und Kreuzotter. Das Erbr\u00fcten der Eier erfolgt im Mutterleib und das Schl\u00fcpfen w\u00e4hrend der Geburt.<\/p>\n<p>Die <strong>Zauneidechse<\/strong> erreicht eine Gesamtl\u00e4nge von bis zu 27 cm. Sie hat einen gedrungenen leicht abgeflachten K\u00f6rper und ist kurzbeinig. Die beiden Geschlechter und Jungtiere sind unterschiedlich gef\u00e4rbt. Oberkopf, R\u00fccken und Schwanz sind br\u00e4unlich. Die M\u00e4nnchen besitzen in der Paarungszeit in der Regel gr\u00fcne K\u00f6rper-, Kopf- und Bauchseiten. R\u00fccken und Flanken weisen Flecken, Linien oder B\u00e4nder auf. An den Flanken sind die typischen gro\u00dfen wei\u00dfen, dunkel umrahmten Augenflecken ausgebildet. Zauneidechsen sind in D\u00fcnen, Heidefl\u00e4chen, Steppengebieten, Brachfl\u00e4chen, aufgelassene Kiesgruben und Waldr\u00e4ndern in subalpine Gebirgsz\u00fcgen an Stra\u00dfen-, Wegen- und Uferr\u00e4ndern sowie Bahnd\u00e4mmen zu Hause.\u00a0 Sie sind tagaktiv und relativ ortstreu. Das Weibchen legt 5-17 Eier in selbstgegrabenen Erdl\u00f6chern ab.<\/p>\n<p>Die <strong>Blindschleiche<\/strong> sieht mit ihrem langen beinlosen K\u00f6rper aus wie eine Schlange, sie z\u00e4hlt jedoch zu den Echsen.\u00a0Ausgewachsene Tiere erreichen eine L\u00e4nge von bis zu 50 Zentimetern. An der Oberseite sind sie braun, grau oder gelblich gef\u00e4rbt; teilweise gl\u00e4nzen sie auch in Bronze- oder Kupfert\u00f6nen. Die Flanken sind meist dunkel abgesetzt. F\u00fcr den Menschen sind sie ungef\u00e4hrlich. Als Lebensraum bevorzugt sie Heidegebiete, teilentw\u00e4sserte Hochmoore und Laubw\u00e4lder. Man findet sie auch auf Wiesen, Brachen, in Parks, naturnahen G\u00e4rten, an Wegr\u00e4ndern, Bahnd\u00e4mmen, unter Hecken, Steinen, im Laub und in Komposthaufen.\u00a0 Sie frisst Regenw\u00fcrmer, Nacktschnecken und unbehaarte Raupen. Und sie wird gerne gefressen,\u00a0Igel, Dachs, Fuchs, Marder, Hunde, Katzen und H\u00fchner geh\u00f6ren zu ihren Feinden. Intensive Land-, Forstwirtschaft und Gartenanbau bzw. -pflege dezimieren die Best\u00e4nde durch Pestizide und Schneckenkorn. Manchmal wird sie aus Ekel einfach von Menschen zertreten.<\/p>\n<p><strong>Ringelnattern<\/strong> sind ausgewachsen ca. 80 bis 120 Zentimeter lang. F\u00fcr den Menschen sind sie vollkommen ungef\u00e4hrlich. Ihr K\u00f6rper hat eine hell- bis dunkelgraue Grundfarbe und dunklere Flecken auf dem R\u00fccken und an der Seite. Sie leben in Feuchtgebieten und deren Umgebung, z.B. an langsam flie\u00dfenden Gew\u00e4ssern, an Seen und Teichen, in S\u00fcmpfen, Feuchtwiesen. Wichtig ist ein gutes Beuteangebot. Sie fressen vor allem Fr\u00f6sche, Kr\u00f6ten, Molche, Kaulquappen, kleine Fische seltener M\u00e4use und Schnecken.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #008000;\"><strong>S\u00e4ugetiere<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Neben M\u00e4usen, Ratten, Bisamratten und Flederm\u00e4usen, die auch zu den S\u00e4ugetieren geh\u00f6ren (sind auf der Website bei V\u00f6geln zu finden) gibt es verschiedene Wildarten in der Oetternbachregion.\u00a0<span style=\"display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #444444; font-family: 'Open Sans',Helvetica,Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 23.99px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;\">Rechtlich als \u201eWild\u201c werden Tierarten bezeichnet, die laut Bundesjagdgesetzt (BJagdG) dem Jagdrecht unterliegen. Unterschieden werden Hoch- und Niederwild. <span style=\"display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #444444; font-family: 'Open Sans',Helvetica,Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 23.99px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;\">Die Begriffe sind historisch bedingt. Hochwild wurde besonders gesch\u00e4tzt und war deshalb dem hohen Adel (Hohe Jagd) vorbehalten. Das Niederwild durfte auch von anderen Personen gejagt werden (Niedere Jagd). H<\/span><\/span>eutige Wildvorkommnisse:<\/p>\n<p>\u2022 Haarwild: S\u00e4ugetiere, z.B. Dachse, Mader, Iltis<br \/>\n\u2022 Federwild: V\u00f6gel, z.B. Enten, Fasan (s.u.)<br \/>\n\u2022 Schalenwild: Paarhufer (Horntr\u00e4ger, Geweihtr\u00e4ger) und Schwarzwild (Wildschweine); J\u00e4ger bezeichnen deren Klauen als \u201eSchalen\u201c.<br \/>\n\u2022 Hochwild: alles Schalenwild (ausgenommen Rehe), Auerwild, Steinadler, Seeadler. (Fr\u00fcher geh\u00f6rten auch B\u00e4r, Luchs, Kranich oder Fasan dazu).<br \/>\n\u2022 Niederwild: dazu geh\u00f6rt alles andere z.B. Feldhasen, Kaninchen, F\u00fcchse<\/p>\n<p>In Jerxen-Orbke wurde der Wildbestand (vor allem Rehe, Hasen, Fasane) in den letzten zwei Jahrzehnten auf Grund von Hegema\u00dfnahmen und sehr vorsichtiger, eingeschr\u00e4nkter Bejagung ziemlich konstant gehalten. Verkehrsverluste (\u00fcberwiegend am Nordring) machen beim Rehwild etwa die H\u00e4lfte der Gesamtstrecke (get\u00f6tete Tiere) aus. Iltis, Mauswiesel, Waldschnepfen werden in Jerxen-Orbke nicht bejagt. Graureiher, Greife und Falken stehen unter einer dauernde Schonzeit.<\/p>\n<p><strong>Feldhasen<\/strong> sind in Deutschland gef\u00e4hrdet. Der Lebensraumverlust durch die Agrarlandschaft zwingt ihn in dichter besiedelte Gebiete. Wie andere Wildarten auch leidet er unter der Zerschneidung der Landschaft durch Stra\u00dfen. In Deutschland fallen j\u00e4hrlich ca. 60.000 Feldhasen dem Stra\u00dfenverkehr zum Opfer. Die Angaben stammen von der Deutschen <a href=\"https:\/\/www.deutschewildtierstiftung.de\/wildtiere\/feldhase#bedrohungen\">Wildtierstiftung<\/a>.<\/p>\n<p>Im Sommer ist das Fell der Feldhasen erdbraun, im Winter gr\u00e4ulich-braun. Die Hinterl\u00e4ufe und Ohren sind sehr lang. Der Feldhase ist scheu, lebt meist nachtaktiv als Einzelg\u00e4nger, bevorzugt warme, trockene und offene Fl\u00e4chen mit einer guten Rundsicht. Durch seine seitlich stehenden Augen \u00fcberblickt er einen Bereich von nahezu 360 Grad. Feldhasen sind standorttreu und behalten ihr Revier ein Leben lang. Aufgrund der langen Hinterl\u00e4ufe \u201ehoppelt\u201c er. Feldhasen k\u00f6nnen drei Meter weit und zwei Meter hoch springen. Sie k\u00f6nnen abrupte Richtungswechsel vornehmen und Haken schlagen. Auf der Flucht erreichen Feldhasen H\u00f6chstgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2023 gab es bundesweit im Durchschnitt 19 Feldhasen pro Quadratkilometer auf Feldern, Wiesen und \u00c4ckern. Das ist der h\u00f6chste Wert seit Beginn des bundesweiten Monitorring 2001. 2022 wurden deutschlandweit im Schnitt, 16 Tiere pro Quadratkilometer gez\u00e4hlt. Zu Beginn der Zweitausender Jahre ist die Population stark zur\u00fcckgegangen. Ein Grund ist der Verlust an Lebensraum und damit an Nahrung. Die intensive Landwirtschaft bewirkt, dass das notwendige Futter, wie L\u00f6wenzahn, Klee und Wildkr\u00e4uter zur\u00fcckgehen. Die Hasen k\u00f6nnen kein Fett ansetzen und die H\u00e4sinnen deshalb nur wenig vollwertige Milch f\u00fcr den Nachwuchs produzieren. Hecken und Gr\u00e4ben bieten Schutz vor Fressfeinden, wie Rotfuchs, Waschb\u00e4r und Steinmarder. Diese Landschaftsstrukturen fehlen aber immer mehr. (DPA, 26. M\u00e4rz 2024 S\u00fcddeutsche Zeitung, Seite R9).<\/p>\n<div id=\"attachment_1175\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oetternbach.de\/?attachment_id=1175\" rel=\"attachment wp-att-1175\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1175\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1175\" src=\"http:\/\/oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Hase-1024x686.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Hase-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Hase-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Hase-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Hase-624x418.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1175\" class=\"wp-caption-text\">Feldhase auf der Balbrede, 24.04.2016, Foto: Helmut Kr\u00fcger<\/p><\/div>\n<h3><span style=\"color: #000000;\">Seit 2018 &#8222;Wolfsgebiet Senne&#8220; &#8211; Detmold, Lage und Lemgo geh\u00f6ren dazu<\/span><\/h3>\n<p>Der Wolf kehrt zur\u00fcck, in Bereiche in denen er seit fast 100 Jahren ausgestorben war. Von Westpolen breitet sich der Wolf seit rund 20 Jahren wieder in Deutschland aus \u2013 ohne menschliches Zutun.\u00a0Die Best\u00e4tigung eines Wolfrudels auf einem milit\u00e4rischen \u00dcbungsplatz in der s\u00e4chsischen Oberlausitz im Jahr 2000 war eine wildbiologische Sensation.\u00a0F\u00fcr das Monitoringjahr 2016\/2017 wurden f\u00fcr Deutschland 60 Rudel, 13 Paare und 3 sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Die Zahl der best\u00e4tigten Rudel stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 13. Insgesamt wurde ein Bestand von 150 bis 160 erwachsenen Tieren nachgewiesen.<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen gibt es seit einigen Jahren vereinzelte Hinweise auf durchziehende W\u00f6lfe. Aufgrund genetischer Nachweise geht das Landesumweltamt (LANUV NRW) davon aus, dass im Verlauf des Jahres 2018 im Bereich Schermbeck (Kreis Wesel) und im Bereich des Truppen\u00fcbungsplatzes Senne (Ostwestfalen-Lippe) jeweils ein weibliches Tier standorttreu geworden ist. Deshalb hat das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen Ende des Jahres 2018 das &#8222;Wolfsgebiet Senne&#8220; ausgewiesen. Anhand genetischer Analysen wurde im Bereich der Senne mehrfach ein weiblicher Wolf nachgewiesen. Experten gehen davon aus, dass das Tier standorttreu ist.<br \/>\nDas Wolfsgebiet Senne ist 922 Quadratkilometer gro\u00df und umfasst Teile der Kreise G\u00fctersloh (Stadt Schlo\u00df Holte-Stukenbrock), Lippe (St\u00e4dte <strong>Detmold<\/strong>, Horn-Bad Meinberg, <strong>Lage<\/strong> und Oerlinghausen, Gemeinden Augustdorf und Schlangen) und Paderborn (St\u00e4dte Bad Lippspringe und Paderborn, Gemeinden Altenbeken und H\u00f6velhof) sowie der Stadt Bielefeld (Teil s\u00fcdwestlich der A2\/B 66). Informationen dazu Bezirksregierung Detmold: <a href=\"https:\/\/www.bezreg-detmold.nrw.de\/400_WirUeberUns\/030_Die_Behoerde\/040_Organisation\/050_Abteilung_5\/010_Dezernat_51\/009_Wolfsgebiet_Senne\/index.php\">https:\/\/www.bezreg-detmold.nrw.de\/400_WirUeberUns\/030_Die_Behoerde\/040_Organisation\/050_Abteilung_5\/010_Dezernat_51\/009_Wolfsgebiet_Senne\/index.php\u00a0<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oetternbach.de\/?attachment_id=1177\" rel=\"attachment wp-att-1177\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1177\" src=\"http:\/\/oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolfsgebiet-Senne_W\u00f6lfe-Nachweise-1024x692.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"422\" srcset=\"https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolfsgebiet-Senne_W\u00f6lfe-Nachweise-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolfsgebiet-Senne_W\u00f6lfe-Nachweise-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolfsgebiet-Senne_W\u00f6lfe-Nachweise-768x519.jpg 768w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolfsgebiet-Senne_W\u00f6lfe-Nachweise-624x421.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die gr\u00fcnen Punkte auf der Karte geben Wolfvorkommnisse an.<\/p>\n<p><strong>2020 Stadt Lage &#8211; Wolf gesichtet<\/strong><\/p>\n<p>In einem Wald bei Lage wurde im Dezember 2020 ein Wolf gesichtet, berichtet das Landesumweltamt (LANUV). Lage geh\u00f6rt zum Wolfsgebiet Senne, welches 2018 als solches ausgewiesen wurde. Die Ausweisung zum Wolfsgebiet dient der Gew\u00e4hrleistung des besonderen Schutz von W\u00f6lfen. Die LZ berichtete am 12. und 13. Januar 2021 dazu.<\/p>\n<div id=\"attachment_1797\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/P1150524.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1797\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1797\" src=\"http:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/P1150524-1024x578.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/P1150524-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/P1150524-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/P1150524-768x433.jpg 768w, https:\/\/www.oetternbach.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/P1150524-624x352.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1797\" class=\"wp-caption-text\">Wolf, Polen, 2018, Foto: A. Heuwinkel-Otter<\/p><\/div>\n<p><strong>Wolfsnachweise Lippe, Wolfsgebiet Senne-Eggegebirge<\/strong><\/p>\n<p>Das Wolfsgebiet in OWL wird vergr\u00f6\u00dfert. Das im Jahr 2018 ausgewiesene &#8222;Wolfsgebiet Senne&#8220; mit 922 Quadratkilometern wird zum neuen &#8222;Wolfsgebiet Senne &#8211; Eggegebirge&#8220; mit 1.667 Quadratkilometern. Notwendig macht das eine W\u00f6lfin (Kennung GW1897f) im Eggegebirge, die dort se\u00dfhaft geworden ist. Der Kreis Lippe geh\u00f6rt mit den St\u00e4dten Detmold, Horn- Bad Meinberg, Lage, Oerlinghausen, und den Gemeinden\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">Augustdorf<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">und<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">Schlangen zum Wolfgebiet\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">(LZ 19.\/20.06.2021, Seite 6).<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>23.04.2021 Wolf in <strong>Bad Salzuflen<\/strong> (zwischen Retzen und Papenhausen) von Wildkamera fotografiert. Wahrscheinlich ein durchziehender, sog. Wanderwolf.<\/li>\n<li>08.01.2021 Vier Schafe get\u00f6tet, auf einer Weide bei <strong>Lichtenau<\/strong> (<span style=\"font-size: 1rem;\">Kreis Paderborn).<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0DNA-Analyse belegt W\u00f6lfin (<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">GW1897f). Sie wurde bereits\u00a0<\/span>in einem Waldgebiet bei Altenbeken\u00a0durch einen Kotfund erfasst (s.u.). \u00dcber das Alter oder das Herkunftsrudel sind bislang keine Aussagen m\u00f6glich.<\/li>\n<li>19.12.2020 Wolfsichtung in einem Waldst\u00fcck bei <strong>Lage<\/strong>. Geschlecht unbekannt (Fotofalle).<\/li>\n<li><span style=\"font-size: 1rem;\">16.10.2020 W\u00f6lfin (GW 1897f) s\u00fcdlich von <strong>Altenbecken<\/strong> nachgewiesen (Urin und Kot).<\/span><\/li>\n<li>11.02.2020 Wolfsichtung bei <strong>Blomberg<\/strong> (Video)<\/li>\n<li>22.06.2019 Wolfssichtung im <strong>Kalletal<\/strong> (Video).<\/li>\n<li>2018: mehrfache Sichtungen, Wild- und Nutztier-Risse bei <strong>G\u00fctersloh, Paderborn, H\u00f6xter<\/strong>.<\/li>\n<li>8.07. und 27.07.2018 Sichtbeobachtung, Foto, Wildtieriss (Dammwild) bei <strong>Schlangen<\/strong><\/li>\n<li>23.02.2017 Wildtierriss (Dammwild) bei <strong>Schlangen<\/strong>.<\/li>\n<li>21.02.2017: Wolfsichtung bei <strong>Lemgo<\/strong>.<\/li>\n<li>27.03.2016 Nutztier-Riss in <strong>Bantrup<\/strong>.<\/li>\n<li>26.03.2016 Nutztierriss in <strong>Bantrup<\/strong><\/li>\n<li>23.11.2009 Nutztierriss bei <strong>H\u00f6xter<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aktuelle Informationen bei\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">Landesumweltamt<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0NRW (<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">LANUV) unter: \u00a0 <\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"https:\/\/wolf.nrw\/wolf\/de\/nachweise\">https:\/\/wolf.nrw\/wolf\/de\/nachweise<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kriecht und springt im NSG Oetternbach herum? 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