Petition zum Schutz des NSG Oetternbach bitte unterschreiben!

 

Aktuell – Regionalplan OWL 2020 – Flächenversiegelung ohne Grenzen

In Nienhagen und Jerxen-Orbke sollen alle Felder (Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede, Jerxerkamp) entlang der Lageschen Straße bebaut werden. Sie wurden mit rot-weißen Flatterbändern entlang der Straßen gekennzeichnet.

Geplante Bebauung von Acker- und Naturflächen insgesamt bis 2040

  • Detmold: 134 Hektar insgesamt  (77 ha für Industrie/Gewerbe, 57  ha für Wohnungen)
  • Kreis Lippe: 522 Hektar insgesamt (356 ha für Industrie/Gewerbe, 522 ha für Wohnungen)
  • OWL: 7.025 Hektar insgesamt (3.812 ha für Industrie/Gewerbe, 3.213 ha für Wohnungen)

Der Regionalplan legt bis zum Jahr 2040 fest, welche Flächen bebaut werden, mit Gewerbe und/oder Wohnungen, wo Naturschutzgebiete sind, ob sie verkleinert oder vergrößert werden Karte. Von einem notwendigen sparsamen Umgang mit Flächen, wie es Klimawandel und Artensterben eigentlich erzwingen, kann nicht die Rede sein. Bis zum 31.03.2021 konnten Bürgerinnen und Bürger zum Regionalplan Stellung nehmen. Das haben viel gemacht. Danke dafür!! Unten Pressemeldung zur Ausschusssitzung für Stadtentwicklung in Detmold vom 3.03.2021. Weitere Informationen und Links: Hier.

Das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW hat zum Regionalplan Stellung genommen. Hier

 

Buchtipp

Das Buch thematisiert den Niedergang von ausgewählten, verschiedenen Schmetterlingsarten in NRW, aufgrund von Nachweismeldungen in den Jahren 1975-2017. Grundlage bildet die Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidoperologen e.V. (Mitherausgeber). Fotos und Steckbriefe der Arten, Gründe für das Schwinden von Schmetterlingen, Lösungswege, um dem Schwund zu begegnen werden erklärt. Leseprobe 

 

Rudolf Pähler, Hans Dudler, Axel Hille (2019) Das stille Sterben der Schmetterlinge. Eigenverlag R. Pähler, Druck Bonifacius GmbH, Paderborn. Hardcover, 336 Seiten, vierfarbig, deutsch/englisch. Buchpreis:  27,85 € plus 5 % MwSt (29,24 €) plus Versandkosten.

Bestellen: Rudolf Pähler: Rudolf@Paehler.biz

 

 

 

 

 

 

Termine / Aktionen / Meldungen

Wir waren dabei – FFF-Demo am 28.03.2021 in Detmold

Annette Heuwinkel-Otter gab spontan ein kurzes Statement zum Regionalplan OWL (siehe oben) ab. „Flächenversiegelung ist der Klimatreiber schlecht hin. Dennoch beschloss der Stadtrat am 18.03.2021 einen Flächenverbrauch von rund 190 Fußballfeldern für Detmold. Das darf nicht sein. Tretet den Politikern auf den Füße, bleibt so engagiert und macht weiter.“, rief sie von der Rathaustreppe in die Menge, die heftig Applaus spendet.

Aktionsbündnis auf der FFF-Demo am 19.03.2021, Foto: ah

Zwischenstand „Volksinitiative Artenvielfalt“ in NRW: 70.000 Unterschriften

Volksinitiative Artenvielfalt

Am 23. Juli 2020 hat die Unterschriftensammlung gestartet. Bereits 70.000 Unterschriften wurden gesammelt (Stand April 2021), 66.000 sind notwendig. Bis zum 1. Juni geht die Aktion weiter. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben die Volksinitiative initiiert. Artikel Mindestens 0,5 Prozent der Stimmberechtigten (ab 18 Jahren) in NRW müssen unterschreiben, damit die Forderungen im Landtag thematisiert werden. Offizielle Unterschriftenbögen und mehr: https://artenvielfalt-nrw.de/

 

500 Demonstranten am 30.08.2020 – Demo von LIPPE ökoLOGISCH  

500 Menschen auf der gesperrten B239 zwischen Detmold und Lage, zum Schutz des Lippischen Bodens! Landwirte mit Treckern, Bürgerinnen und Bürgern, jung und alt. Das Signal an die Politik war klar und deutlich: „Wir machen nicht alles mit. Wir schützen unsere Heimat und achten auf Umwelt und Natur.“ Reden von Vertretern der verschiedenen Initiativen sind auf dem Youtube-Kanal vom Aktionsbündnis zu finden.

 

 

 

Artikel und Pressemeldungen (PM)

  • 6.05.2021 Pressemeldung: „Baumüll – Aktion der Stadt Detmold“. Bürgerengagement hilft und bringt die Stadt Detmold in Schwung.
  • 13.04.2021 Regionalplan OWL. Die Anzahl der Bevölkerung in OWL sinkt, dennoch sollen 12.000 Hektar neu versiegelt werden. Bei etwa 6.000 Hektar versiegelter Neufläche sind erhebliche Umweltauswirkungen zu erwarten. Das Landesbüro für Naturschutzverbände NRW hat Einspruch eingelegt. LZ Artikel
  • 9.04.2021 Müll am NSG Oetternbach. Die Pressemeldung schlug Wellen. Alle regionalen Medien berichteten, „Radio Lippe“ führte mit Helmut Krüger ein Interview dazu. Mehr
  • 8.04.2021 Der Heimatverein Jerxen-Orbke übt Kritik am Regionalplan 0WL 2020. Er erhob Einspruch  bei der Bezirksregierung Detmold gegen weitere Gewerbegebiete in Jerxen-Orbke. LZ Artikel
  • 24.03.2021 „Regionalplan OWL 2020 – Stellung beziehen“ Unsere Pressemeldung, versandt an die regionale Presse. Bislang, einschließlich 29.03.2021, erfolgte keine Veröffentlichung.
  • 4.03.2021 Regionalplan OWL zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 3.03.2021. Pressemeldung. Die Grünen beantragen Beratungsbedarf, weil die Ausschussmitglieder nicht informiert sind. Dem Antrag wird stattgegeben, der Tagesordnungspunkt nicht beschlossen. PM bislang nicht veröffentlicht.
  • 24.02.2021 LZ „Der Kiebitz braucht Wählerstimmen„. Unsere Pressemeldung führte zu dem Artikel in der LZ.
  • 16.02.2021 Bayern, SZ „Weiden stimmt für Wald“ Die Stadt Weiden brachte am 14.02.201 mit einem Bürgerentscheid ein 72 Hektar großes Gewerbegebiet zu Fall.

Erfolge und Nachrichten von unseren Kooperationspartnern

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Aktionsbündnis Detmolder Westen: Darum geht es

Vor vierzig Jahren gab es weder Klimawandel, noch Insekten- und Artensterben (z.B. „Krefelder Studie“). Heute ist die Situation erschreckend anders. Klimawandel, Arten- und Insektensterben verändern die Welt. Deshalb will das Aktionsbündnis die Ackerflächen und das NSG Oetternbach erhalten und verzeichnet einem ersten Erfolg: Das Oberverwaltungsgericht erklärt am 19.03.2018 den Bebauungsplan „Balbrede“ für unwirksam. Weiteres Bürgerengagement ist notwendig.

Geplantes Gewerbegebiet der Stadt Detmold (Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede)

Geplantes Gewerbegebiet der Stadt Detmold (Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede)

Vor vierzig Jahren kaufte die Stadt Detmold zwei Grundstücke („Peterskamp“ und „Balbrede“) für Gewerbeflächen, direkt am „Naturschutzgebiet (NSG) Oetternbach“ (Foto). Eine dritte Ackerfläche („Oetternbrede“, im Privatbesitz), soll hinzukommen. Die Ackerflächen liegen gegenüber vom „Orbker Krug“ (Syrtaki), Lagesche Straße 258 (geo.kreislippe.de/kartenanzeige). Der Detmolder Anteil des NSG Oetternbach (Google Maps) mit seinen Ausläufern in die Feldflure „Peterskamp“ und „Balbrede“ hat die Kennung LIP-087 (Infos und Karte von LANUV) und umfasst 108,32 Hektar. Eine Fläche von mehr als 25 Fußballfeldern soll versiegelt und damit unwiederbringlich zerstört werden.

Aufgrund von wissenschaftlichen Ergebnisse muss die Stadt Detmold von ihren veralteten Plänen abrücken und die Natur erhalten. Auch in Detmold und Lippe sind die negativen Auswirkungen des Klimawandels und das Artensterben sichtbar (Klimawandel OWL). Die Stadtverwaltung stützt ihre Pläne immer noch auf ein Klimagutachten aus dem Jahr 1999, veraltet, wie die Bürger zu Recht kritisieren. Die Bürger glauben den aktuellen Fakten der Wissenschaftler. Weitere Gewerbeflächen in der Region würden zudem die Gesundheit der Anwohner gefährden, aufgrund von Emissionen (Lärm, Lichtverschmutzung), die u.a. auch zu Klimaschäden führen. Deshalb setzt sich das Aktionsbündnis der Detmolder West-Dörfer seit Jahren für den Erhalt von Ackerböden, Wiesen, Artenvielfalt und des „NSG Oetternbach“ ein.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (©LANUV) hat die Vogelarten untersucht. Zu den Bewohnern der Flächen gehören u.a. Vögel des Jahres: 2018: Der Star und 2019: Die Feldlerche (s. u.). Am Oetternbach lebt der Eisvogel, der Weißstorch und sogar der sehr seltene und scheue Wachtelkönig. Liste der Vögel 

Die DAWN CHORUS Studie 2020 beinhaltet am Oetternbach aufgenommene Vogelstimmen.

Sollen diese Tiere weichen oder gar sterben? Sollen die Menschen Schaden nehmen? Handeln ist gefordert!

Unter Schutz stehende Tierarten im geplanten Gewerbegebiet „Balbrede“ und im Randbereich
nach der Artenschutzprüfung (ASP) für den B-Plan 23-06/I „Balbrede I“ Oktober 2013, Kartierungsbüro „forna“, Dirk Grote, Detmold. Auftraggeber: Stadt Detmold. Die Übersicht auf der Karte und die Anzahl der Gesamt-Exemplare wurden zusammengestellt auf der Grundlage der genannten ASP vom 24.07.2017.

Geschützte Vogelarten im Randbereich und Insektenvielfalt
Kiebitze (eines der letzten Rückzugsgebiete in Detmold, s. Artenschutzprüfung Punkt 8.1)
Steinkauz (einzige in Lippe dokumentierte Brut, s. Artenschutzprüfung Punkt 8.1)
76 Schmetterlingsarten davon der „Zünsler“ gilt in NRW als ausgestorben bzw. verschollen    (s. Artenschutzprüfung Punkt 7.3)

Geschützte Vogelarten im Plan- u. Randgebiet

  • A  Feldlerche GESAMT: rund 150 Exemplare (Ex.). davon Brutvögel innerhalb der Planfläche: 2 Paare; Zug- und Rastvögel in der Planfläche: ca. 45 Ex.: Zug- u. Rastvögel im Randbereich 100 Ex.
  • B  Schafstelze GESAMT 4 Ex. davon Brutvögel in der Planfläche: 2 Paare
  • C  Wachtel GESAMT 2 EX. davon Brutvögel in der Planfläche: 1 Paar
  • D  Goldammer GESAMT: 68 Ex. davon Brutvögel in der Planfläche: 2 Paare; Brutvögel im   Randbereich: 2 Paare; Zug- und Rastvögel in der Planfläche: 20 Ex.; Zug- u. Rastvögel im Randbereich: 40 Ex.
  • Kiebitz GESAMT: 20 Ex. davon Brutvögel im Randbereich: 2 Paare, Zug- u. Rastvögel in der Planfläche 16 Ex.
  • Star GESAMT: 6 Ex. davon Brutvögel im Randbereich: 3 Paare (100te von Staren sind in dem Film über das NSG Oetternbach zu sehen, Aufnahmen stammen aus dem Aug. 2018)
  • Greifvögel: Rot- und Schwarzmilan, Baumfalke, Steinkauz, Mäusebussard, Turmfalke (Jagdreviere: Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede)

Fluglinien der geschützten Fledermausarten im Plangebiet

  • 1  Abendsegler (blaue Line)               2  Mückenfledermäuse (__ __)
  • 3  Fransenfledermäuse (….)              4  Zwergfledermäuse (—–)
  • 5  Bartfledermäuse (XXX)                   6  Wasserfeldermäuse (Kästchen)

Ein Gedanke zu „Sollen diese Tiere sterben?

  1. Annette Heuwinkel-Otter

    Die Natur und die Tiere brauchen Schutz. Flächenversiegelung macht auf Dauer alles kaputt und führt zu Katastrophen, wie derzeit die Überschwemmungen in Texas. Übermäßige Flächenversiegelung ist dafür der Grund. Wann werden die Menschen endlich wach und schützen ihre (Um)Welt, in der sie leben!

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