Presse allgemein

2019

10.04.2019 LZ Gegner der B239n formieren sich

Gemeinsam gegen die aktuelle Politik aufstehen, weil sie nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt der Natur handelt. Den Menschen reicht es, sie wollen ihre Welt erhalten, vor allem mit dem Blick auf den Klimawandel und die nachfolgenden Generationen. 40 Initiativen und zahlreiche Einzelpersonen haben sich zu einem Bündnis in Lippe zusammengeschlossen. Sie sind bereit zu klagen und ihr Recht vor dem Gericht zu erstreiten.

LZ 10.04.2019, Seite 16

16./17.03.2019 NRW Der Nationalpark Senne wird aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem neuen Landesentwicklungsplan gestrichen. Immer mehr Bürger finden das nicht richtig, im Angesicht des Klimawandels und der Umweltverschmutzung.

LZ16./17.03.2019, Seite 33

5.03.2019 Politikverdrossen oder unzufrieden mit den Politikern?

Bürgerinnen und Bürger, die sich um die Umwelt sorgen werden immer mehr. Sie rebellieren gegen die Politik, die nach wie vor auf ständig steigendes Wachstum setzt und dabei Umweltschäden in Kauf nimmt. Wiederstand regt sich bei der Jugend mit der Bewegung für „Fridays for Future“, aber auch zunehmend bei älteren und sogar sehr alten Menschen wie Hans-Jochen Vogel, ehemaliger Bürgermeister von München. Er mischt sich mit 90 Jahren ein und will das Bodenrecht reformieren, die Spekulationsgewinne eindämmen und bezahlbare Mieten in Großstädten durchsetzen. Sarah Wiener (die bekannteste deutschsprachige Köchin) tritt zur Europawahl im Mai 2019 für die „Grünen“ an. Sie hat u.a. die Sarah-Wiener-Stiftung gegründet, die sich seit 12 Jahren für gesundes Essen in den Schulen einsetzt. Die Deutsche Umweltstiftung legt sich mit der Automobilbranche und der Politik an. Sie sorgt sich um die Gesundheit der Menschen. Zu recht, da Wissenschaftler berechnet haben, dass nicht eingehaltene Abgaswerte jedes Jahr weltweit 38.000 Menschen das Leben – 11.400 davon in Europa kosten. Das wissenschaftliche Team um Susan Anenberg von der Organisation Environmental Health Analytics (LLC) in Washington beziffert erstmals die Folgen der aktuellen Dieselpolitik. Ihrer Studie zur Folge sterben weltweit 107.000 Menschen jährlich an Stickoxiden und Stickdioxiden durch Abgase von Dieselfahrzeugen. Die Wissenschaftler zeigen dass weltweit 38.000 Menschen weniger sterben würden, wenn die Automobile die gesetzlichen Grenzwerte einhalten würden Studie veröffentlicht in „Nature“.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen aufwachen, weil sie verstehen, dass es um ihre Gesundheit, um ihre Zukunft geht. Die unten stehenden Leserbriefen von den sog. normalen Leuten, sprechen eine deutliche Sprache. Sie fordern eine Abkehr von der bisherigen Politik. Sie sind unzufrieden mit den Politikern. Allen  voran mit Armin Laschet (CDU) Ministerpräsident von NRW. Nur 37% der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden. Winfried Kretschmann hingegen (Grün) Ministerpräsident von Baden Würtemberg erhält mit 75% großen Zuspruch für seine Arbeit (Umfrage für das WDR- Magazin „Westpol“ vom Institut Infratest dimap).

Unverständnis rufen auch die Diätenerhöhungen der Abgeordneten hervor: 2019 erhalten die Bundestagsabgeordneten 10.000 Euro pro Monat, 300 Euro mehr als in 2018. Die Steigerung geht ganz automatisch seit 2016. Stichtag für eine Erhöhung der derzeit 709 Abgeordneten ist jeweils der 1. Juli. Eine Bezahlung nach Leistung, wie wäre die Idee? Möglicherweise würden dann Beschlüsse schneller und exakter umgesetzt und nicht ewig darüber diskutiert und Arbeitsgruppen oder Berater beauftragt. Die Bundesregierung gibt nach eigenen Angaben derzeit über eine Milliarde Euro für externe Beratung aus. Bei den Bundesministerien und ihren nachgeordneten Behörden existierten derzeit 903 laufende Verträge für Beratungs- und Unterstützungsleistungen, ist die Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. ah

LZ 8.02.2019, Seite 13

LZ 1.03.2019

LZ 1.03.2019_S22

SZ 27.02.2019, Seite 2

LZ Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in NRW?

NABU in NRW prüft derzeit ein Volksbegehren nach bayerischen Vorbild. Es müsste ein Gesetzentwurf verfasst werden. Danach sind 3.000 Unterschriften notwendig, um ein Volksbegehren beim Innenministerium zu beantragen. Innerhalb eines Jahres müssten 8% der Wahlberechtigten in NRW unterzeichnen, 1,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger.

LZ 20.02.2019, Seite 5

SZ „Weltweiter Schwund“ Alle Insekten sind betroffen, fast die Hälfte aller Arten stark und ein Drittel ist vom Aussterben bedroht. Besonders betroffen sind Schmetterlinge, Hautflügler (Bienen, Wespen, Ameisen, …) und Dungkäfer. Auch Generalisten schwinden. Wichtigste Ursache ist der Verlust von Lebensraum, zweitwichtigster der massenhafte Einsatz von Dünger und Pestiziden.

SZ 12.02.2019, Seite 14

SZ „Bio-Landwirte und Bauernverband streitenüber Volksbegehren“ Während die Zahl der Unterschriften wächst, löst eine unvollständige Statistik des Bauernverbandes einen Streit aus. Dieser veröffentlichte aus einer Statistik über die Zahl der Bienenvölker nur den Teil von 2008 bis 2018, der ein Wachstum zeigt. Seit 1961 gab es jedoch einen Rückgang von zwei auf weniger als 0,8 Millionen.

SZ 12.02. 2019, Seite 13

SZ „Klimawandel verbreitet die größte Angst“ 67% von 27.000 befragten Menschen in 26 Ländern benennen den Klimawandel als größte Bedrohung der Zukunft (repräsentative Umfrage Meinungsforschungsinstitut des Washingtoner Pew Resarch Centers im Jahr 2018)

SZ 11.02.2019

Die SZ wird auch in OWL gelesen. Geschehnisse auch außerhalb von OWL werden durchaus wahrgenommen und kritisch hinterfragt, wie es dieser wortwitzgewandte Leserbrief aus Bielefeld verdeutlicht.

SZ Leserbrief 2./3.2019, Seite 14

NABU wird 120 alt

3.02.2019 Lina Hähnle leitete den Bund für Vogelschutz von 1899 bis 1938 über drei Herrschaftssysteme: das Kaiserreichs, die Weimarer Republik und das „Dritten Reiches“. Für eine Frau war diese Position damals ungewöhnlich. Aus dem BBV entstand 1990 nach dem Zusammenschluss mit der „Gesellschaft für Natur und Umwelt“ in der der DDR der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU). Deshalb gilt Lina Hähnle als Begründerin von NABU. Mehr unter: https://www.nabu.de/wir-ueber-uns/organisation/geschichte/index.html

SZ: Hubert Weinzierl, ein Urgestein des Naturschutzes, im Interview

SZ 26./27.01.2019 Seite R30

Gratulation: Kooperationspartner „BI GiftmülldepoNie“, Bad Salzuflen gewinnt Klage

22.01.2019 Das OVG Münster folgte einer Klage von Anwohnern und gab den Bürgern Recht. Laute Industriebetriebe dürfen hier nicht gebaut werden, wie von der Stadt Bad Salzuflen geplant. Die Niederlage geht auf das Konto von Stadtplaner Bernd Zimmermann, der zuvor in Detmolder Stadtverwaltung gearbeitet hatte und maßgeblich an den Planungen für den Bebauungsplan „Balbrede“ beteiligt war. Auch hier hatte das OVG den Bebauungsplan wegen umfangreicher Mängel außer Kraft gesetzt. Die Lärmkontingentierung für das Flurstück „Balbrede“ war u.a. falsch, wie in Bad Salzuflen .

LZ 17.01.2019, Seite 16

Süddeutsche Zeitung: Glyphosat und stärkere Meer-Wellen

17.01.2019 Glyphosat soll strenger geprüft werden. Drei Jahre noch, bis 2022 darf das Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden. Die EU-Staaten hatten das im Nov. 2017 beschlossen, obwohl eine europäische BI 1Mio. Unterschriften dagegen gesammelt hatte. Nun sollen Studien zu Glyphosat leichter öffentlich zugängig gemacht werden und für die Zulassung in den einzelne Ländern will die EU-Kommission mehr Mitspracherecht (SZ „Glyphosat soll strenger geprüft werden“, Seite 18).

Der Klimawandel hat die Wucht der Wellen in den Meeren gesteigert. Zwischen 1948 und 2008 hat sich die sog. Waver Power um knapp ein Drittel erhöht, fanden Wissenschaftler der Univ. Cantabria in Santander (Spanien) heraus. Die jährlich Steigerungsrate der Wellen-Wucht lag zwischen 1948 und 2008 im Schnitt bei 0,4%. Eine konstante Zuwachsrate führt jedoch zu einem exponentiellen Wachstum, so das der langfristige Effekt erheblich ist. Zudem liegt seit 1992 der Wucht-Anstieg sogar bei 2,3% pro Jahr. Bis Ende des Jahrh. sagen die Forscher um Borja Reguero eine weitere Steigerung der Wellenenergie voraus, um 32 bis 122%. Ursache ist die Erderwärmung, die die Winde verstärkt und somit die Waver Power steigert. Veröffentlicht wurde die Untersuchung in „Nature Communications“ (ah). (SZ „Schwerer Seegang voraus“, Seite 14)

 Süddeutsche Zeitung: Bürgerorganisationen kooperieren

16.01.2019 Unter der Überschrift „Dieser Stadt ist nicht heilig“ gehen Vertreter diverser Organisationen in München mit der Rathauspolitik schwer ins Gericht. 37 Organisationen haben sich zu dem Forum „Lebenswertes München“ zusammengefunden. Sie werfen den Stadtplanern vor „nur noch in Beton zu denken“ und wollen genau das ändern. Die Bürger wollen von der Politik gehört und ernst genommen werden. Nur durch Vernetzung erreicht man die notwendige Power dafür.

SZ Dieser Stadt ist nichts heilig, 16.01.2019

Die Feldlerche – Vogel des Jahres 2019

Auf den Ackerflächen zwischen der Lageschen Straße und dem NSG-Oetternbach wurden im Jahr 2013 noch rund 150 Feldlerchen gesichtet und dokumentiert. In 2019 soll es hier eine neue Artenschutzprüfung geben, beauftragt durch die Stadt Detmold.

LZ 12./13.01.2019 Seite 4

Plastik ade – Bürgerinnen und Bürger zeigen wie es geht

Schön wäre es, wenn es einfach und schnell ginge. Aber die Mühlen mahlen langsam. 2016 wurden rund 260 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert (Analyse: McKinsey&Company). Die Verpackungsindustrie hat eine große Lobby und schafft Arbeitsplätze. Da funktioniert ein einfaches Weglassen der oft unnötigen Plastikverpackungen nicht.  Hier wird um jedes Wattestäbchen gerungen. Da nun aber jährlich etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll aus den Meeren herausgefischt werden (sonst wüsste man das wohl gar nicht) und kleinste Plastikpartikel Luft, Boden und Grundwasser belasten, müssen Verbote her, damit sich die Industrie bewegt (s. a. Petition).

Der Bürger an sich ist hier oft schon weiter. Viele versuchen im Kleinen den Verpackungsmüll zu reduzieren. Unverpackt-Läden sind der Renner. Auch in Ostwestfalen-Lippe werden es immer mehr. Einige Beispiel zeigen engagierte Unternehmen, die tatsächlich ohne Plastik auskommen. Hier einzukaufen hilft der Umwelt, den derzeitigen Erdenbürgern, der Tiervielfalt und den Nachfahren. Ja, man glaubt es kaum, was jede/er von uns durch eines anderes Einkaufverhalten bewirken könnte bzw. kann (ah).

Grafik: Jürgen Schultheiss (Quelle der Läden), veröffentl. LZ: „Lebensmittel zu schade für die Tonne“, 2.01.2019, Seite 5

2018

Unbegrenztes Wachstum ist unmöglich

24./25.11.2018 Dieser Gedanke ist auch in Lippe angekommen. Der Apotheker Albrecht Binder will die Idee weiterforttragen und den § 14 unseres Grundgesetzes umsetzen: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienten.“ Steigern wir stetig das Wachstum und die monetären Gewinn bei endlichen Ressourcen auf der Erde, wird die Wirtschaftordung in den nächsten 15 Jahren zusammenbrechen, sagte er gegenüber der LZ.

LZ 24./25.11.2018

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

5.11.2018 Stimmt wohl nicht immer. Schon vor 50 Jahren wurde vor den Folgen des Klimawandels gewarnt. Der „Club of Rom“ machte mit dem Buch „Die Grenzen des Wachstums“ bereits 1972 unmissverständlich deutlich, dass ein „Weiter so wie bisher“, das Aus für die Menschheit bedeuten kann. Und, wie soll es weitergehen?

SZ, Viel geforscht, wenig erreicht, 5.11.2018, Seite 17

SZ, 1,7 Erden, 5.11.2018, Seite 17

Natur: Was nichts wert ist, wird nicht geschätzt

22.10.2018 Der Natur muss ein Preisschild rumgehangen werden, damit der Mensch erkennt welchen Wert sie hat. Ist das der einzige Weg, um den Menschen bewusst zu machen wie wichtig die Natur für das Fortbestehen der Menschheit ist?  Jeden Tag sterben weltweit 130 Arten aus. In Deutschland werden jeden Tag 66 Hektar Fläche verbraucht, meist asphaltiert oder zubetoniert. Bedenkenloser Naturverbrauch, da es nichts kostet?

2007 hatte der indische Ökonom Pagan Sukhdev (heute Präsident der Word Wide Funde for Nature) beauftragt durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, bereits versucht die Kosten der Biodiversität zu beziffern. 2013 untersuchte Bernd Hansjürgens, Chef des Helmholz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig, wie teuer der Naturverbrauch für die Bundesbürger werden kann:

  • 2013 (26. Mai bis 2. Juni) fielen 22,76 Billionen Liter Wasser, wodurch die Flüsse über die Ufer traten. Die Hochwasserschäden an Elbe und Donau beliefen sich aus knapp sieben Milliarden Euro. Der Grund dafür ist, das Überschwemmungsgebiete, wie Auen fehlen. Sie wurden eingedeicht, kanalisiert und zu zementiert, die Flüsse begradigt. Heute versucht man die Fehler von gestern kostenaufwendig durch Renaturierung rückgängig zu machen, was dringend notwendig ist.
  • Häufig wird über Gebiete gestritten, die unter Schutz gestellt werden sollen, Stichwort Nationalparks. Das Team um Hansjürgens schätzt, dass der Nationalpark Bayerischer Wald durch Tourismus 10,6 Millionen Euro pro Jahr bringt, während die Forstwirtschaft 6,8 Millionen Euro verliert. Der Nationalpark bringt also 3,8 Millionen mehr.
  • Produkte im Wert von 1,1 Milliarden Euro hängen in Deutschland davon ab, dass Insekten Blüten bestäuben, errechnet Hansjürgens. Im Mai 2018 machte dieses Phänomen eine Supermarktkette deutlich. Sie räumte alle Produkte aus den Regalen, die fehlen würden sollte es keine Bienen mehr geben. 60% der Produkte von den knapp 2.500 Produkten aus dem Sortiment verschwanden aus den Regalen (Nahrungsmittel, Schokolade, Cremes, u.a. ).

Erste Überlegen zu dem ökonomischen Wert der Natur erfolgten 2007. Bislang fanden sie wenig Beachtung in der Öffentlichkeit. „Nur“ 11 Jahre später scheint der Endbericht von Bernd Hansjürgens „Naturkapital Deutschland“ mehr Aufsehen zu erregen. Setzt man zu den genannten Zahlen noch zwei andere ins Verhältnis, wird der Stoff geradezu brisant:

  • Der Energiekonzern RWE ist 11 Milliarden Euro wert, d.h.  ein einziges deutsches Unternehmen ist ein vielfaches mehr wert als die genannten Beispiele aus dem Deutschen Naturkapital. 4.600 Arbeitsplätze des Unternehmens hängen am Braunkohleabbau im Hambacher-Forst. RWE baut seit Jahren beständig Arbeitsplätze ab. 2017 waren es noch 59.547 Beschäftige europaweit (s.u.).
  • Der Klimawandel schreitet voran. Derzeit beträgt der Temperaturanstieg in NRW 1,1 Grad Celsius. Forscher raten den Anstieg unbedingt unter 1,5 Grad zu halten. 2040 soll die 1,5 Grad Schwelle erreicht sein (s. Button „Klimawandel“). Bis zum Worst Case (Schlimmster Fall) sind es noch 22 Jahre.

An der Natur hängen nicht nur ein paar tausend Arbeitsplätze, an ihr hängt der Erhalt der gesamten Menschheit. Hoffentlich werden die Bürger wach und aus dem Bericht „Naturkapital Deutschland“ wird mehr als nur ein kurzer Aufreger, wie so oft bei Themen dieser Art. Sehr viel Zeit bleibt nicht (ah).

LZ Das ist der Wert der Natur, 20./21.10.2018, Seite 21

LZ 9.08.2018, Seite18

Geschäftemacherei – RWE mit Lippe, OWL und NRW

5.02.2019 Energiekonzern fällt den nächsten Wald

5.02.2019 LZ Laschet fordert Räumung“  Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert die Besetzer des Hambacher Forst auf das Gebiet zu räumen. (…) Gespräche mit den Waldbesetzern schloss Laschet aus. „Es ist nicht Praxis der Landesregierung, mit Rechtsbrechern zu sprechen.“, sagte Laschek. (SZ 5.02.2019, Seite 5)

5.02.2019 LZ „Zitat des Tages“: „Ich kann es immer machen. (…) Aber es kostet halt Millionen zusätzlich. Da muss man sich überlegen, was ist so ein Baum wert.“ (Rolf Marin Schmitz, RWE-Chef auf einer Konferenz in Essen zum Hambacher Forst) veröffentl. LZ, 5.02.2019, Seite 3

11.10.2018 – Der riesige Konzern RWE mit einem Gesamtwert von 11 Milliarden EUR, mitverantwortlich für die Klimaerwärmung durch den Braunkohleabbau, hat eine Schlappe davon getragen. Das Oberverwaltungsgericht Münster gab am 5.10.2018 der Klage von BUND statt und stoppe die Abholzung des Hambacher-Forsts. Nun beschwert sich RWE über den wirtschaftlichen Schaden von einen „niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“ im Jahr ab 2019.

Im Jahr 2005 hatte RWE europaweit 85.928 Beschäftige, 2017 noch 59.547. RWE baut seit Jahren beständig Arbeitsplätze ab. Der Wert des Unternehmens steigt beständig. Soviel zu der sozialen Verantwortung von manchen Unternehmen in Deutschland.

Städte in Lippe und OWL „stützen“ den Konzern. Für 3.5 Millionen EUR hat Horn-Bad Meinberg jetzt gerade ein Gastnetzwerk von der RWE’s Tochterfirma „Innogy“ gekauft und will zukünftig kräftig an den Pachterträgen der Betreiberfirma „Westnetz“ mit verdienen, die wiederum eine Tochter von Innogy ist und damit zur RWE-Gruppe gehört. Und Paderborn ist auch oder war dick im Geschäft mit RWE:  Der Kreis Paderborn hält 1,274 Millionen Stammaktien des Unternehmens. Diese sind aktuell nur noch 24 Millionen EURO wert, 4 Millionen weniger als noch vor einer Woche, da die RWE-Aktien zeitweise über acht Prozent an Wert verloren haben. Die Beteiligung sei ein „strategisches Investment zur Sicherung der Daseinsvorsorge“, so erklärt Landrat Manfred Müller (CDU) die Beteiligung. Interessant ist auch die Verquickung mit dem NRW-Landtag. RWE bezahlt dem stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Gregor Golland von bis zu 120.000 Euro jährlich für einen Teilzeitjob als Kaufmännischen Angestellter (abgeordnetenwatch, veröffentl. 7.10.2018),  als Nebeneinkünfte. Golland ist ein einflussreiches Mitglied der nordrhein-westfälischen Regierungskoalition, die die Räumung des Hambacher Forsts angeordnet hatte. Auf seine Nebentätigkeit bei RWE hatte Greenpeace bereits im Jahr 2013 hingewiesen.

Wer hängt noch damit drin? Der Landschaftsverband Westfalen -Lippe hält 6,6 Millionen RWE-Aktien, mit einem derzeitigen Wert von 110 Millionen EUR, als reine Finanzbeteiligung argumentiert Matthias Löb (SPD) als Direktor des Verbandes. Der Verband denkt über einen Verkauf nach, wie es schon andere Städte wie Düsseldorf, Bochum, Gütersloh oder Landkreise wie Osnabrück, Siegen-Wittenstein bereits getan haben. Der Kreis Gütersloh hat seine Beteiligung auf wenige Aktien reduziert. Dortmund ist der größte kommunale RWE-Aktionär mit 4,1 Prozent Beteiligung. Wie ist das mit Aktionären? Sie wollen Gewinne machen und deshalb werden sie kaum etwas unternehmen was den Geldhahn beeinträchtigen könnte, auch dann nicht, wenn die Klimaschädigungen jedem eindeutig bekannt sind.

Am 13.10.208 „droht“ RWE. Der Rückgang der Braunkohle-Förderung werde nicht ohne Auswirkung auf die Beschäftigung bleiben, sagte RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz der „Rheinischen Post“. 4.600 Arbeitsplätze hängen am Hambach-Forst, davon 1.300 allein im Tagebau und 1.500 in der Veredlung der Braunkohle. Wie viele Arbeitsplätze am Ende gestrichen werden müssten, sei vorerst offen (ah). Weiteres siehe die unten stehenden Artikel.

LZ 10.10.2018, Seite 6 (von Martin Krause auch veröffentlicht in der „Neuen Westfälischen“ vom 10.10.2018)

LZ 8.10.2018, Seite 26

LZ 9.10.2018, Seite 4

 

LZ, 22.06.2018, Seite 5

 

LZ Kommentar,17.05.2018

Die Heimatzerstörer

Die Natur in Lippe wird ausgebeutet und mit Füßen getreten. Zukunftsträchtige Modell für die Region sind gefragt, anstatt an althergebrachten festzuhalten.  Ein Artikel von Frank Möller

 http://www.republiklippe.de/blog/2018/05/08/leitkultur-vs-heimat/

Flächenverbrauch in Bayern – Volksbegehen: Unterstützer werden immer mehr

Das Bündnis „Betonflut eindämmen“ repräsentiert eine halbe Million Menschen, die sich dafür engagieren den Flächenverbrauch von derzeit 10 Hektar am Tag auf 5 Hektar gesetzlich zu begrenzen. NRW hat derzeit eine gesetzlich festgelegte Begrenzung auf 5 Hektar Flächenverbrauch täglich. Die Landesregierung will mit dem „Entfesselungsgesetz“ den gedeckelten Flächenverbrauch wieder aufheben. Das wäre ein fataler Rückschritt für die Natur und den Artenschutz. (ah)

SZ 3.05.2018

LZ 21./22.01.2019, Seite 9

Die Natur als Feind – Stimmen aus Bayern sagen ihre Meinung dazu

Leserbriefe aus der SZ 3.05.2018

Probleme verdrängen, darin ist die Menschheit besonders gut

SZ 12.04.2018

Süddeutsche Zeitung 8.03.2018

LZ 10./11.02.2018

LZ 16.01.2018

2017

Ein hervorragender WDR-Beitrag, den jeder hören sollte

Während in Deutschland über Einschränkungen für Dieselfahrzeuge diskutiert, gehen die Pläne von Konrad Otto-Zimmermann weiter. Er will die Zukunft der Mobilität in den Städten maßgeblich verändern. Konrad Otto Zimmermann, deutscher Umweltplaner und Verwaltungswissenschaftler in Detmold geboren.

http://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/147/1477069/wdr5neugiergenuegtredezeit_2017-09-20_nachhaltigestadtplanungkonradzimmermann_wdr5.mp3

WDR 5 Neugier genügt – Redezeit | 20.09.2017 | 28:29 Min. Moderation: Achim Schmitz-Forte

Lipp. Landes-Zeitung, Leserbrief vom 30.12.2017

 

Lipp. Landes-Zeitung 19.12.2017

Gesunde Umwelt

Süddeutsche Zeitung 23.11.2017

Zukunftsweisende Mobilität

Süddeutsche Zeitung 21.11.2017