Chronik

Chronik der Aktivitäten

Naturschutzgebiet Oetternbach „Schutzschild von oben“ Oktober 2017

 Aktiv zum Schutz der Natur und für die Anwohner

Seit geraumer Zeit wehren sich die Anwohner im Detmolder Westen gegen die Ausweitung von weiteren Gewerbegebieten. Herr Minister Johannes Remmel sagte am 13. Februar 2014: „Fläche ist ein nicht vermehrbares Gut“. Nicht umsonst entschloss sich die Landesregierung NRW den Flächenverbrauch einzudämmen. Viele Detmolder Bürger unterstützen dieses Ansinnen und setzen sich gegen den Flächenfraß ein. Mit Erfolg wie die Chronik zeigt.

Vor 2014 Seit Jahrzehnten, etwa ab den 70 er Jahren übten Bürgerinnen und Bürger Kritik an der Detmolder Gewerbeflächenplanung. Engagierten Bewohnern der Region sind die ersten Erfolge zu verdanken. Anfang 2014 fanden sich zunehmend Unterstützer, die sich gegen die Flächenversiegelung engagieren. Kleine Gruppen schlossen sich zusammen.
2014  
7.02.2014 Forderungen Naherholung und Lebensqualität erhalten, Artenschutz gewährleisten Anschreiben an die Stadtverwaltung Detmold (DT) Fachbereich 6: Beschreibung der Problemsituation in den betroffen Ortsteilen (Verkehrsbelastung, Fürsorgepflicht der Stadt Detmold im Bereich Gesunderhaltung der Bürgern, zu wenig bzw. keine lärmfreien Naherholungs-, Freizeitflächen), Artenschutz gewährleisten, in Fragestellung eines 15 Jahre und damit veralteten Klimagutachtens (aus 1999), keine Trassenverlegung der B239 in das Naturschutzgebiet Oetternbach, keine Anbindung der Niewald Str. an die an die Orbker Str. im Kreuzungsbereich Lagesche Str.
11.03.2014, 27.08.2014 Anschreiben an die Bezirksregierung DT Anfrage wegen dem veralten Klimagutachten, Hinweis auf mögliche fehlerhafte Planung der Stadtentwicklung
16.03.2014 Antwort der Bezirksregierung Keine Mängel bei der Planung feststellbar: 13. Änderung des Flächennutzungsplanes „Peterskamp“ wurde am 27.02.2015 genehmigt.
17.02.2014 Mehr Grün für Jerxen-Orbke Unterschriftenlisten Übersendung der ersten Unterschriftenlisten zur Unterstützung der Forderungen in dem Schreiben vom 7.02.2014 an die Stadtverwaltung Fachbereich 6 Stadtentwicklung (Fachb.6).
27.08.2014 Rund 150 Unterschriften Übersendung weiterer Unterschriftenlisten. Die Bürgerinnen und Bürger sprechen sich für die Forderungen in dem Schreiben vom 7.02.2014 aus.
10.10.2014 Zuständigkeiten im Fachb. 6 „Peterskamp“: Herr Müther (mail: c.mueteher.de@detmold.de)

„Balbrede“: Frau Witte-Hoyer (mail: A.Hoyer-Witte@Detmold.de)

2015  
11.03.2015 Antrag Bürger-Park Eingabe zur Flächennutzungsplanänderung Nr. 13 „Gewerbliche Baufläche Peterskamp“ Antrag auf einen Bürger-Park mit einer Größe von mindestens 5ha auf den Flächen „Peterskamp“ und „Balbrede“.
27.05.2015 Landesministerien informiert, Unterstützung erbeten Staatskanzlei des Landes NRW: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft; Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur -u. Verbraucherschutz: Herr Minister Johannes Remmel; Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung u. Verkehr: Minister Michael Groschek
10.06.2015 Antwort der Staatskanzlei Mitarbeiter bittet das zuständige Ministerium um Beantwortung des Anschreiben .
15.06.2015 Antwort Ministerium für Klimaschutz, … Eingangsbestätigung des Anschreibens vom 27.05.2016
17.06.2015 Sitzung: Ausschuss für Stadtentwicklung

Bürger-Park abgelehnt

Tagesordnungspunkt: „5 Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes, Ortsteile: Jerxen-Orbke, Nienhagen, Niewald, Vorlage: Fb 6/155/2015“

Der Antrag wurde einstimmig vom Ausschuss abgelehnt. Die Verwaltung wurde beauftragt gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister Klaus Lömker Vorschläge für mehr Grünflächen in der betroffenen Region zu erarbeiten.

Bürger der betroffenen Ortsteile waren bei der Sitzung persönlich anwesend.

25.06.2015 Kurzgutachten Erstellung eines Kurzgutachtens durch einen Rechtsanwalt bezogen auf das Klimaschutzgutachten der Stadt Detmold aus dem Jahr 1999
19.08.2015 Antwort Ministerium für Bauen, Wohnen,… Die Ministerien haben sich untereinander kurzgeschlossen. Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung u. Verkehr wurde gebeten das Anschreiben zu beantworten. Das Ministerium verweist auf die Zuständigkeit der Bezirksregierung Detmold. Die Bezirksregierung Detmold wurde gebeten das Anschreiben zu beantworten und die den Sachbearbeiterin vom Ministerium für Bauen und Wohnen darüber zu unterrichten.
Dezember 2015 Sitzung: Stadtentwicklungsausschuss

Verkleinerung der Gewerbefläche Peterskamp

Nach beständigen Interventionen einiger Bürger einigte sich der Stadtentwicklungsausschuss auf eine Verkleinerung des „Peterskamp“ von 14,4 ha auf 9,6 ha. Die Gewerbefläche rückt vom Oetternbach ab. Es bleibt eine 250 m breite Fläche für das Überschwemmungsgebiet und eine 200 m breite zur landwirtschaftlichen Nutzung.
2016  
7.01.2016 Antwort Bezirksregierung DT

Zuständigkeiten

Die Planungen weisen keine Mängel auf, die 13. Änderung des Flächennutzenplans „Peterskamp“ wurde am 27.02.2015 von der Bezirksregierung genehmigt. Für die Bauleitplanung der kreisangehörigen Stadt Detmold ist der Landrat des Kreises Lippe als unter staatliche Verwaltungsbehörde zuständig. Für den Immissionsschutz ist die Untere Immissionsschutzbehörde,  für den Artenschutz die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Lippe zuständig. Die Untere Landschaftsbehörde hatte Nachbesserungen bezogen auf den Detaillierungsgrad der Artenschutzprüfung und der natur- und artenschutzrechtlichen Ausgleichsflächenplanungen gefordert. Die Obere Landschaftsbehörde mit Sitz im Hause der Bezirksregierung, hat nach Prüfung keine Bedenken gegen die Bestrebungen der Stadt Detmold.
19.04.2016 Eingabe zur Entwurfsoffenlegung Bebauungsplan 23-06/I Balbrede an Fachb. 6

Immissionswerte

Rechtsgutachten

Aufforderung Immissionswerte im Kreuzungsbereich Orbker Krug zu erheben. Gibt es Erhebung im Kreuzungsbereich (Schalltechnische Untersuchung zum B-Plan 23-06/1 „Balbrede“, März 2016), bitten wir um Mitteilung der Ergebnisse. Gemäß § 1 BImSchG sind Menschen grundsätzlich vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche zu schützen. Derzeit sehen wir diesbezüglich Fehler bei der vorliegenden Planung.

Rechtsgutachten zur angeführten Klimauntersuchung aus dem Jahr 1999 mit der Bitte zur Vorlage bei der Ausschusssitzung am 20.04.2016.

20.04.2016 Sitzung: Ausschuss für Stadtentwicklung

Trassenverlegung der B239 nicht im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen

Entwurfvorlage A ohne Trassenverlegung wird weiterverfolgt

Bebauungsplan 23-06/I „Balbrede I“

Die geplante Trassenverlegung der B239 der Stadt Detmold in das Naturschutzgebiet Oetternbach wurde nicht in die Bundesverkehrswegeplanung aufgenommen. Damit entfällt auch die Anbindung der Niewald Str. an die an die Orbker Str. im Kreuzungsbereich Lagesche Str.

Das Gelände welches für die Trasse der B239 vorgehalten werden sollte wird nun mit Gewerbeflächen überplant. Gültig sind die Daten der Entwurfvorlage A: „Die neue Plangebietsgrenze verläuft jetzt entlang der Grenze des Naturschutzgebietes.“ (s. Beschlussvorlage Fb 6/126/2016 Seite 1 unten). Der Ausschuss für Stadtentwicklung verfolgt die Entwurfvorlage A für die Balbrede weiter, bei drei Gegenstimmen.

19.05.2016 Internet-Petition geschaltet Die Internet Petition auf Change.org „Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen“ wurde eröffnet. Sie richtet sich an den Detmolder Bürgermeister Rainer Heller
3.08.2016 Antwort Fachb. 6 Stadtentwicklung Nach Abschluss der Offenlegung wird die Stellungnahme im Ausschuss für Stadtentwicklung in öffentlicher Sitzung beraten.
17.08.2016 Protest-Aktion an der Lageschen Str. Mit der Aktion „Uns reicht’s: Keine neuen Gewerbegebiete in Jerxen-Orbke u. Nienhagen“ starteten die Dörfer im Westen von Detmold eine Kampagne gegen noch mehr Industriegebiete und Straßen (s. Button „Presse“).
30.08.2016 Bürgeranfrage gemäß §24 GO des Landes NRW an Bürgermeister Heller Bitte um einen gesonderten Gesprächstermin mit dem Bürgermeister und seinen Mitarbeitern in Jerxen-Orbke, damit offene Fragen in Ruhe und ausführlich erörtert werden können. „Rathaus mobil“ in Bentrup-Loßbruch eignet sich nicht für eine Besprechung der umfangreichen Fragen der Anwohner in den betroffenen „Westdörfern“, da die Zeit zu knapp ist.
06.09 und 8.09.2016 Protest-Aktionen in der Detmolder Innenstadt am Marktplatz Protest-Aktionen mit Informationsplakaten und Verteilung von Flyern vor dem Rathaus von 11:00 bis ca. 12:30 Uhr. Die Aktionen waren beim Ordnungsamt und bei der Polizei angemeldet. Der Detmolder Marktmeister versuchte auf die gewählten Standorte Einfluss zu nehmen. Da ein Recht auf Versammlungsfreiheit besteht und die Veranstaltungen angemeldet waren hatte er keine Handhabe.
14.09.2016 Ausschusssitzung für Stadtentwicklung Bürgeranfrage wurde behandelt
16.09.2016 Antwort auf Bürgeranfrage Unterschrift: M. Freitag, Fachbereich 1
26.09.2016 Anschreiben an Bundespräsident Joachim Gauck Information über die Situation in der betroffenen Region unter Bezugnahme auf seine Reise nach OWL am 27.09.2016
26.09.2016 „Rathaus mobil“ in Bentrup/Loßbruch Zusage für geforderten Sondertermin in Jerxen-Orbke Teilnahme von Bürgerinnen und Bürgern aus den betroffenen Dörfern Jerxen-Orbke, Nienhagen, Niewald. Protest-Aktion mit Plakaten und Informationsübersichten. Beteiligung durch Fragen und Erklärungen der örtlichen Situation. Bürgermeister Heller sagt den in der Bürgeranfrage geforderten Sondertermin in Jerxen-Orbke zu.
28.09.2016 Wunsch nach Sondertermin im Ort bekräftigt Anschreiben der Antragsteller der Bürgeranfrage an Bürgermeister Rainer Heller: Bekräftigung des Wunsches nach einem Sondertermin im Ort
7.10.2016 Antwort vom Bundespräsidialamt Anschreiben wurde sehr aufmerksam zur Kenntnis genommen. Dem Bundespräsidenten ist es wichtig von den Anliegen und Sorgen der Bürger zu erfahren. Berechtigte Anliegen nimmt er in seine Arbeit auf und kann sie in Reden, Interviews, Gesprächen transportieren.
11.10.2016 Aktionsbündnis gegründet Offizielle Gründungsversammlung vom Aktionsbündnis: Schütz Menschen und Tiere im Detmolder Westen“ (Weiteres s. dort)
 26.10.2016

Sondertermin in Jerxen-Orbke über 100 Bürger beteiligen sich

 

 Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger besuchten die Veranstaltung in der Oetternbachschule. Das Zeigen einer 10 minütigen Powerpoint Präsentation von Bürgern vorbereiteten, wollte die Moderatorin anfangs abwiegeln. Es bedurfte Interventionen von einigen Anwohnern und ein Gespräch mit Bürgermeister Heller, der dem Anliegen dann statt gab. Die Präsentation der Bürger durfte erst zum Ende der Veranstaltung gezeigt werden. Zu Beginn der Veranstaltung wäre die Präsentation sinnvoller gewesen, sie hätte manche Punkte abgekürzt und schneller auf den Punkt gebracht. So wurden fünf Stunden mit z.T. langatmigen Erklärungen gefüllt. Dennoch war der Termin sinnvoll und erfolgreich, da viele Bürger ihre Bedenken und Sorgen formulieren konnten. In dem Protokoll der Stadtverwaltung findet sich allerdings nur ein Bruchteil der Bürgerbeiträge wieder, so dass leider eine tendenziöse Anmutung entsteht.
Ende 2016 Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht
2017
11.01.2017 Antwort vom Fachb. 6 auf die Eingaben vom 19.04 und 20.06.2016  Bebauungsplan 23-06/I „Balbrede I“: Der vom Rat als Satzung beschlossene Bebauungsplan ist am 11.11.2016 rechtkräftig geworden. Klage eingereicht.
Januar 2017 Überstellung des Verfahrens an das Oberverwaltungsgericht Münster
Februar, März 2017 Kontaktaufnahme zu weiteren Unterstützern
April 2017 Vorarbeiten für Öffentlichkeitsarbeit, Planung von weiteren Protest-Aktionen
??.05.2017 Ausführliches Interview vom Detmolder Kurier mit dem Vorsitzendenden vom Aktionsbündnis Helmut Krüger (s. Artikel)
19.05.2017 Internet-Petition: über 500 Unterschriften 478 Unterschriften nach 366 Tagen, ohne das die Petition finanziell unterstützt und beworben wurde.
 August 2017 Zwei neue Klagen  Zwei weitere Klagen bei dem OVG Münster eingereicht
 17.09.2017 Protestzug auf der gesperrten B239  120 Menschen folgten dem Aufruf des Aktionsbündnisses und protestierten lautstark zum Schutz der Natur. Das gab es in Detmold noch nie zuvor  (mehr s Button „Presse“)
 27.09.2017 Internet-Petition: 522 Unterschriften  
 30.12.2017 Internet Petition: 555 Unterschriften

Kooperationen mit anderen Bürgerinitiativen begründet

 

 

2018
Spendenaktion für 2018 ins Leben gerufen Jerxen-Orbker-Sockenbaum (s. Button  „Aktuell“)
29.12.2017 OVG hat Einstweiliger Anordnung stattgegeben Das OVG Münster gab am dem Antrag auf einstweilige Anordnung statt. Das führt bis zur Hauptverhandlung zum Baustop. Das Aktionsbündnis erhielt Kenntnis dazu am 4.01.2018 (s. Presse/ Pressemeldung)
09.01.2018 Internet Petition 571 Unterschriften
17.01.208 Internet Petition 582
04.02.2018 Anschreiben an alle Mitglieder vom Ausschuss für Stadtentwicklung Vor der Ausschuss-Sitzung am 7.04.2018 wurden die Mitglieder (auch die stellvertretenden Mitglieder) vom Aktionsbündnis über das OVG-Urteil informiert. Jeder erhielt eine Kopie des Urteils und damit Informationen aus erster Hand ohne Einflussnahme von Dritten.
07.02.2018 Sitzung vom Ausschuss für Stadtentwicklung Aktionsbündnis-Mitglieder und Ortsbürgermeister waren anwesend. SPD und CDU wollen weiterhin an der Realisierung an dem Gewerbegebiet festhalten und hoffen, dass der Bebauungsplan „geheilt“ werden kann. Die Grünen und Linken sprachen sich nach wie vor gegen das Gewerbegebiet aus.
Anschreiben an Landrat Dr. Axel Lehmann Anfrage und Bitte um Unterstützung zum Schutz des NSG Oetternbach, unter Bezugnahme der ersten Lippische Artenschutzkonferenz vom 17.01.2018 mit der sich der Landrat Dr. Lehmann stark für den Artenschutz gemacht hat.
 08.03.2018 Internet-Petition 599
09.03.2917 Mitgliederversammlung des Aktionsbündnis  Gründung eines „eingetragenen Vereins“, formale und rechtlich notwendige Schritte wurden eingeleitet
 19.03.2018 OVG erklärt Bebauungsplan für unwirksam

 

 Das Oberverwaltungsgericht entscheidet im Normenkontrollverfahren den Bebauungsplan für unwirksam. Die Stadt Detmold muss damit ihre Planung neu bearbeiten und die Belange der Bürgerinnen und Bürger sowie den Artenschutz verstärkt berücksichtigen oder den Bebauungsplan fallen lassen und nach Alternativen suchen.
 6.04.2018 Internet-Petition: 627
 7.05.2018 Internet-Petition: 689

 

6.04.2018 Antwort auf Anfrage an den Landrat Dr. Lehmann

 

 Dr. Ute Röder Kreis Lippe Der Landrat Leiterin Fachbereich 4 – Umwelt und Energie

fon 05231 62-617  U.Roeder@kreis-lippe.de  www.kreis-lippe.de

Unsere Bitte die Naturdenkmäler in Jerxen-Orbke „Jürgens Eiche“ und „Eselsstein“ mit Schildern zu kennzeichnen wird entsprochen. Gespräche sollen folgen.

26.04.2018 Ratssitzung Keine Rechtmittel gegen das OVG-Urteil In der Sitzung vom Haupt- und Finanzausschuss wurde beschlossen keine Rechtsmittel gegen das Urteil vom 19.03.2018 vom OVG einzulegen. Die Stadtverwaltung geht auf die Suche nach weiteren Flächen für Gewerbe an der Lageschen Straße.
OVG-Urteil ist rechtskräftig.

12.05.2018 Internet-Petition: 726

Bis vier Wochen nach Zustellung des Urteils, d.h. bis zum 26.04.2018 hätte die Stadt Detmold Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einlegen können. Da die Aussucht auf Erfolg der Beschwerde schlecht ist, akzeptiert sie Urteil. Die Stadt hat jetzt die Möglichkeit einen neuen Bebauungsplan aufzustellen. Dabei muss sie die im Urteil benannten Mängel abstellen.

Weitere Kooperationen mit Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden geknüpft.

 28.05.2018 Internet-Petition: 741  Petition für erfolgreich erklärt
 6.06.2018 Bündnis ist gemeinnütziger e.V.  Seit Anfang Juni ist das Aktionsbündnis ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein (e.V.) „Aktionsbündnis: Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen e.V.“

 

Erfolgreiche Pressearbeit

In 2016 war das Aktionsbündnis mit dem Thema Gewerbeflächen 14 mal mit Artikeln in Zeitungen und mit Beiträgen im Radio. Hinzu kommen 9 veröffentlichte Leserbriefe. Das heißt insgesamt waren das Thema 23 mal in den Medien präsent.

2017 erscheinen Artikel im „Detmolder Kurier“, „Lippe aktuell“, „Lippische Landes-Zeitung“ und der Aufruf zum Protestzug am 17.09.2017 in „Radio Lippe“.

2018 Auftakt der Pressearbeit mit der Nachricht „Einstweiliger Anordnung stattgegeben“ Radio Lippe aktuell berichtete am 8.01.2018 mehrfach zu dem Thema, Artikel dazu in der Lippischen Landes-Zeitung und Detmolder Kurier.

Beispiele für Leserbriefe

Leserbrief zum Artikel „Die Politik muss gegensteuern“ vom 28.02.2017

Im Bereich der „Balbrede“ leben schützenswerte Vogel- und Fledermausarten, wie in dem durch die Stadt Detmold beauftragten Gutachten steht. Die Artenvielfalt der zwei anderen überplanten Regionen (Peterskamp, Oetternbrede) dürfte ähnlich sein. Ein Gutachten von NABU Landesverband NRW und BUND Landesverband NRW aus dem Jahr 2013, welches der Stadt vorliegt besagt eindeutig, dass … „die Bebauung der Flächen zum unmittelbaren Verlust des Lebensraumes für die Artengemeinschaften der offenen Feldflur führt. Davon sind u.a. Arten wie Feldlerche, die Schafstelze oder der Kiebitz betroffen.“ Damit ist klar, diese Vögel können in Zukunft hier nicht mehr leben. Hinzu kommt die Vernichtung von Insekten durch die Lichtemission und von Kleinstlebewesen im Ackerboden, durch die Bodenversiegelung.

Die politisch Verantwortlichen akzeptieren die erschreckenden Naturveränderungen, die sie mit ihrer Entscheidung hervorrufen, obwohl der weltweite, übermäßige Artenschwund derzeit in aller Munde ist und auch in Detmold nicht Halt macht. Die Detmolder Politiker haben es anscheinend noch nicht begriffen: Ohne Natur und Artenvielfalt ist menschliches Leben dauerhaft nicht möglich!

Leserbrief zu „Weniger Tempo auf Detmolder Straßen 6./7. Mai 2017

„B239: Ganz so einfach ist es nicht“

Zum Thema „Lärmbelastung“ liegt der Lärm-Aktionsplan Stufe 2. der Stadt Detmold im Entwurf vor. Herr Koch hat das Thema aufgegriffen. Allerdings ist der Artikel derart formuliert, als ob nur sehr wenige Menschen von dem Lärm auf der B239 betroffen sind. Und diese wenigen durch zu viel Lärm belasteten Menschen könnten bis auf null reduziert werden, wenn Geschwindigkeitsbegrenzungen vorgenommen werden würden.

Falsch! Bei der Berechnung im Lärm-Aktionsplan wird von Auslösewerten von tags 70dB(A) und nachts 60dB(A) ausgegangen. Das sind extrem hohe Werte. Richtig ist, dass viel mehr Anwohner an der B239 unter Lärm leiden, da die Grenzwerte nach dem Umweltbundesamt viel niedriger angesetzt sind, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen. Das Umweltbundesamt sagt: “ Um die Gesundheit zu schützen (Zunahme des Herzinfarktrisikos), solle ein Mittelungspegel von 65db(A) am Tage und 55dB(A) in der Nacht nicht wesentlich überschritten werden.“ Diese Mittelungspegel werden aber nach dem Lärmaktionsplan sehr wohl häufiger auf der B239 überschritten. Deshalb sind auch viel mehr Menschen von Lärmbelastungen betroffen als dargelegt. Durch Geschwindigkeitsbegrenzungen kann eine Lärmminderung von 2-3dB(A) je nach LKW-Aufkommen erzielt werden. Zieht man 3dB(A) von den oben genannten Auslösewerten ab, landet man bei 67dB(A) und 57dB(A). Das heißt die Grenzwerte werden trotz der von der Stadt Detmold geplanten Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten. Deshalb ist es ein Trugschluss davon zu sprechen, dass niemand mehr betroffen wäre. Für die Bevölkerung entsteht ein falsches Bild.

Leserbrief zu „Weniger Tempo auf Detmolder Straßen 6./7. Mai 2017

Gut gemeint oder falsch gerechnet?

Die Stadt Detmold meint es gut mit Anwohnern von viel befahrene Straßen. Bei der B239 geht ihre Berechnung allerdings nicht auf, da sie extrem hohe dB(A)Werte für ihre Berechnungen heranzieht. Ausgegangen wird von Auslösewerte von tags 70dB(A) und nachts 60dB(A), die im Artikel aber nicht genannt sind. Dazu muss man schon den Lärmaktionsplan lesen. Nun die Auslösewerte liegen weit über den Grenzwerten von 65db(A) am Tage und 55dB(A) in der Nacht, die durch häufiges Überschreiten gesundheitsschädlich sind. Schaut man sich die Lärmkartierungskarten an, werden diese Grenzwerte bereits an vielen Stellen der B239 überschritten. Wie die Stadt nun auf null lärmbelastete Personen kommt bzw. kommen will bliebt fraglich. Bezieht man dann noch ein, dass die Stadt Detmold im Rahmen des Lärmaktionsplans vermehrt LKW’s auf die B239 umleiten will, um die Innenstadt zu entlasten, dann bleibt die gut gemeinte Lärmreduzierung durch Geschwindigkeitsbegrenzungen wohl gut gemeint und hat keine lärmreduzierenden Auswirkungen.