Petition zum Schutz des NSG Oetternbach bitte unterschreiben!

Termine / Aktionen

  • Treffen von LIPPE ökoLOGISCH, Detmold Wandelwerkstatt, Friedrichstraße 15, Termin und Uhrzeit sind noch nicht bekannt.
  • Ausschusssitzung für Stadtentwicklung 24.06.2020 um 17:00 Uhr, Detmold, Große Stadthalle, TOP 11: Zwischenbericht Gewerbeflächenentwicklung, u.a. NSG Oetternbach soll verkleinert werden. Mitglieder vom Aktionsbündnis waren dabei und haben protestiert. Die anwesenden Stadträte nahmen den TOP zur Kenntnis. Keine Nachfragen oder sonstige Anmerkungen.
  • DAWN CHORUS Studien – Vogelstimmen einfangen: DAWN CHORUS ist ein Projekt von BIOTOPIA (Naturkundemuseum Bayern) und der Stiftung Nantesbuch, inspiriert von der Arbeit des „Vaters des Soundscaping“ Bernie Krause.
    Vogelstimmen mit Handys aufgenommen, Teil eines weltumspannenden wissenschaftlichen und künstlerischen Projekts sein. Lokale Aufnahmen, weltweit kartiert, sind ein Beitrag für die Biodiversitätsforschung, die ab Mai 2020 alljährlich stattfindet. Helmut Krüger hat in Jerxen-Orbke Vogelstimmen aufgenommen: 6500 (Jürgens Eiche, Naturdenkmal), 8479 (Oetternbach, Brinkmesche), 8484 (Foto: Buntspecht), 8487 (NSG Oetternbach zw. Ludolfsweg u. Pappelwäldchen). Dem Link folgen, unter „Suchen“ die Nummer eingeben und lauschen:https://dawn-chorus.org/vogel-chor/?habitat=forest&search

Waldsterben vor unserer Haustür

24.06.2020LZ  „Das Fichtensterben steht vor der Vollendung„. Lemgo: 30% des Stadtwaldes werden eingehen. Fichten werde es so in Zukunft nicht mehr geben, erklärte Förster Hans Friedrich Meiercord vor dem Umweltausschuss. Künstliche Eingriffe wird es nicht geben, auch da jedes Jahr 750.000 Kubikmeter des Bodens der nachhaltigen Trinkwasserversorgung dienen. 

Auch die am Oetternbach gelegene Brinkmesche ist vom Fichtensterben nicht verschon (Pressemeldung s.u.)

Fichtensterben in der Brinkmesche am Nordring, Juni 2020 – Foto: Helmut Krüger

 

Kommunalwahlen – „Wir wollen es wissen“

Gespräche mit allen Fraktionen. Den Politikern wurde gesagt: Die Bestrebungen das NSG Oetternbach zu retten werden nicht nachlassen. Die Emissionen sind derzeit schon extrem belastend, für Menschen und Tiere. Mehr kann die Region nicht verkraften. Siehe auch die PM vom 5.05.2020, unten.

Gespräch mit Mitgliedern der FDP-Fraktion in Detmold am 9.12.2019. Die Mitglieder der FDP-Fraktion waren sehr interessiert und fanden das Engagement für das NSG-Oetternbach und auch den Film bemerkenswert.

Artikel und Pressemeldungen (PM)

  • 26.06.2020 LZ „NABU kritisiert Architektur„. Gebäudebrütende Vogelarten finden keine Nistmöglichkeiten, das gilt für Wohn- und Industriebauten. Als Beispiel ist das geplante Amazon-Logistik-Zentrum in Belle genannt.
  • 25.06.2020Hilfe bei der Aufforstung„, LZ, 25.06.2020. Ein Vergleich von PM vom 16.06.2020 und Artikel lohnt.
  • 16.06.2020 Der Wald stirbt. Hier Fichten in der Brinkmesche. Eine Pressemeldung wurde dazu verschickt.
  • 5.05.2020Kein Kompromiss für die Balbrede„, LZ online, 5.05.2020
  • 29.04.2020 Pressemeldung: Flächenverbrauch – Was sagen die Parteien. Kurze Zusammenfassung der Gespräche mit den Fraktionen an den regionalen Presseverteiler verschickt.
  • 30.01.2020 Bis Ende 2021 will Amazon im Industriegebiet an der B239 zwischen den Orten Belle und Wöbbel ein großes Logistikzentrum bauen. Horns Bürgermeister Stefan Rother bezeichnet das als Sechser im Lotto (Neue Westfälische). Viele Bürger sind nicht sehr begeistert.
  • 28.01.2020 Gute Nachrichten: Die „Volksinitiative Artenvielfalt“ soll in NRW im Frühjahr starten. Die drei großen NRW-Naturschutzverbände: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) wollen Unterschriften sammeln und damit Druck auf die Landesregierung machen. Mehr dazu im SZ-Artikel und einer gemeinsamen PM.
  • 28.01.2020 Schlechte Nachrichten: Ein Leserbrief in der LZ macht nachdenklich: Hat die Stadt Detmold verstanden, was Artenschwund bedeutet? Lesen Sie selbst.
  • 23.01.2020 Pressemeldung an die Lippische Tagespresse zur Klarstellung der Sachlage „Weggang von TAOASIS“ versandt. Wir haben mit Axel Meyer, Geschäftsführer von TAOASIS gesprochen. Er hat erklärt warum es dazu kam.
  • 16.01.2020 Hilfreiche Klageverfahren und Gerichtsurteile!!! Rechtsbruch wegen Klimawandel wird nicht bestraft. Dieses Urteil in der Schweiz stärkt Klimaaktivisten den Rücken. In Deutschland verklagen Klimaaktivisten die Bundesregierung.
  • 15.01.2020 LZ „Der Bedarf an Gewerbeflächen bleibt hoch„, drei Hektar pro Jahr würden gebraucht. Bei der Flächenversiegelung hat Detmold eine gute Bilanz und es gibt viel mehr Arbeitsplätze als im Jahr 2009. Ständig werden die positiven Seite wiederholt und Faken wie Bevölkerungsrückgang in der Region, zunehmender Fachkräftemangel oder Folgen des Klimawandels ausgeblendet. Schade. Die Glaubhaftigkeit der derzeitig politisch Verantwortlichen, der Wirtschaftsförderung, der Medien verliert zunehmend an Boden.
  • 8.01.2020 Die Vereinigung LIPPE ökoLOGISCH, bei der das Aktionsbündnis Initiator und Mitglied ist, hatte den Stadträten aus Lage, Bad Salzuflen und Detmold einen autofreien Tag auf der B239 vorgeschlagen. Detmold will eine eigene Idee in der Innenstadt verwirklichen.
  • 18.12.2019 Super Idee: LZ „Ein Acker für die Artenvielfalt“ – Unterstützenswert, werden Sie „Blüh-Pate“! Die Brüder Alteheld aus Wehren wollen einen blühenden Acker für die Artenvielfalt anlegen. Das Aktionsbündnis unterstützt das Vorhaben. Sie auch?
  • 29.11.2019  LZ „Taoasis: Initiative bedauert esBrisanter! Die LZ hat den Offen Brief vom Aktionsbündnis redaktionell überarbeitet. Das Taoasis die Ackerflächen erhalten und beackern wollte, fehlt. Das das Aktionsbündnis für den Weggang von Taoasis nicht verantwortlich ist, auch nicht aufgrund der Klage gegen den Bebauungsplan, fehlt. Das man sich gegen Anschuldigungen von Bürgermeister Heller diesbezüglich wehrt, fehlt. Objektive Berichterstattung? Ein Textvergleich mit dem Originalbrief lohnt.
  •  27.11.2019 LZ „Keine duften Flächen für Taoasis in Sicht“. Brisant! Die Stadt Detmold schiebt die Schuld für den Weggang von Taoasis aus Detmold der Klage gegen den Bebauungsplan Balbrede und damit zwischen den Zeilen dem Aktionsbündnis zu. Die Wahrheit darüber steht in einem Offenen Brief an Bürgermeister Heller.
  • 2.06.2019 Pressemeldung: NRW Umweltministerin Heinen-Esser eröffnet Bodenaktionswoche
  • 14.05.2019 Pressemeldung: Gespräch vom „Aktionsbündnis: Detmolder Westen“ und dem Bündnis „Pro Mensch & Natur“ mit dem Petitionsausschuss des Landtages NRW
  • 16./17.02.2019 LZ „Bürger sind gegen Areale für Gewerbe“ (s. Presse) Tipp: Pressemeldung (PM) vom 11.02.2029 lesen und vergleichen. Dieser Artikel ist aufgrund der PM entstanden.
  • 11.02.2019 Pressemeldung: „Wie viele Gewerbeflächen hat Detmold wirklich“ 
  • 31.01.2019 LZ „Gewerbeflächen werden immer knapper“ 
  • 22.01.2019 LZ Artikel thematisiert „Balbrede“ 
  • 3.01.2019 LZ Neue Gutachten zu Gewerbeflächen  Die Stadt Detmold prüft, ob sich ein zweiter Anlauf für ein Gewerbegebiet an der B239 lohnt und untersucht nun auch den Peterskamp, der bereits neben der Balbrede als zweiter Bauabschnitt geplant war.

Erfolge und Nachrichten von unseren Kooperationspartnern

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Aktionsbündnis Detmolder Westen: Darum geht es

Vor vierzig Jahren gab es weder Klimawandel, noch Insekten- und Artensterben (z.B. „Krefelder Studie“). Heute ist die Situation erschreckend anders. Klimawandel, Arten- und Insektensterben verändern die Welt. Deshalb will das Aktionsbündnis die Ackerflächen und das NSG Oetternbach erhalten und verzeichnet einem ersten Erfolg: Das Oberverwaltungsgericht erklärt am 19.03.2018 den Bebauungsplan „Balbrede“ für unwirksam. Weiteres Bürgerengagement ist notwendig.

Geplantes Gewerbegebiet der Stadt Detmold (Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede)

Geplantes Gewerbegebiet der Stadt Detmold (Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede)

Vor vierzig Jahren kaufte die Stadt Detmold zwei Grundstücke („Peterskamp“ und „Balbrede“) für Gewerbeflächen, direkt am „Naturschutzgebiet (NSG) Oetternbach“ (Foto). Eine dritte Ackerfläche („Oetternbrede“, im Privatbesitz), soll hinzukommen. Die Ackerflächen liegen gegenüber vom „Orbker Krug“ (Syrtaki), Lagesche Straße 258 (geo.kreislippe.de/kartenanzeige). Der Detmolder Anteil des NSG Oetternbach (Google Maps) mit seinen Ausläufern in die Feldflure „Peterskamp“ und „Balbrede“ hat die Kennung LIP-087 (Infos und Karte von LANUV) und umfasst 108,32 Hektar. Eine Fläche von mehr als 25 Fußballfeldern soll versiegelt und damit unwiederbringlich zerstört werden.

Aufgrund von wissenschaftlichen Ergebnisse muss die Stadt Detmold von ihren veralteten Plänen abrücken und die Natur erhalten. Auch in Detmold und Lippe sind die negativen Auswirkungen des Klimawandels und das Artensterben sichtbar (Klimawandel OWL). Die Stadtverwaltung stützt ihre Pläne immer noch auf ein Klimagutachten aus dem Jahr 1999, veraltet, wie die Bürger zu Recht kritisieren. Die Bürger glauben den aktuellen Fakten der Wissenschaftler. Weitere Gewerbeflächen in der Region würden zudem die Gesundheit der Anwohner gefährden, aufgrund von Emissionen (Lärm, Lichtverschmutzung), die u.a. auch zu Klimaschäden führen. Deshalb setzt sich das Aktionsbündnis der Detmolder West-Dörfer seit Jahren für den Erhalt von Ackerböden, Wiesen, Artenvielfalt und des „NSG Oetternbach“ ein.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (©LANUV) hat die Vogelarten untersucht. Zu den Bewohnern der Flächen gehören u.a. Vögel des Jahres: 2018: Der Star und 2019: Die Feldlerche (s. u.). Am Oetternbach lebt der Eisvogel, der Weißstorch und sogar der sehr seltene und scheue Wachtelkönig. Liste der Vögel

Sollen diese Tiere weichen oder gar sterben? Sollen die Menschen Schaden nehmen? Handeln ist gefordert!

Unter Schutz stehende Tierarten im geplanten Gewerbegebiet „Balbrede“ und im Randbereich
nach der Artenschutzprüfung (ASP) für den B-Plan 23-06/I „Balbrede I“ Oktober 2013, Kartierungsbüro „forna“, Dirk Grote, Detmold. Auftraggeber: Stadt Detmold. Die Übersicht auf der Karte und die Anzahl der Gesamt-Exemplare wurden zusammengestellt auf der Grundlage der genannten ASP vom 24.07.2017.

Geschützte Vogelarten im Randbereich und Insektenvielfalt
Kiebitze (eines der letzten Rückzugsgebiete in Detmold, s. Artenschutzprüfung Punkt 8.1)
Steinkauz (einzige in Lippe dokumentierte Brut, s. Artenschutzprüfung Punkt 8.1)
76 Schmetterlingsarten davon der „Zünsler“ gilt in NRW als ausgestorben bzw. verschollen    (s. Artenschutzprüfung Punkt 7.3)

Geschützte Vogelarten im Plan- u. Randgebiet

  • A  Feldlerche GESAMT: rund 150 Exemplare (Ex.). davon Brutvögel innerhalb der Planfläche: 2 Paare; Zug- und Rastvögel in der Planfläche: ca. 45 Ex.: Zug- u. Rastvögel im Randbereich 100 Ex.
  • B  Schafstelze GESAMT 4 Ex. davon Brutvögel in der Planfläche: 2 Paare
  • C  Wachtel GESAMT 2 EX. davon Brutvögel in der Planfläche: 1 Paar
  • D  Goldammer GESAMT: 68 Ex. davon Brutvögel in der Planfläche: 2 Paare; Brutvögel im   Randbereich: 2 Paare; Zug- und Rastvögel in der Planfläche: 20 Ex.; Zug- u. Rastvögel im Randbereich: 40 Ex.
  • Kiebitz GESAMT: 20 Ex. davon Brutvögel im Randbereich: 2 Paare, Zug- u. Rastvögel in der Planfläche 16 Ex.
  • Star GESAMT: 6 Ex. davon Brutvögel im Randbereich: 3 Paare (100te von Staren sind in dem Film über das NSG Oetternbach zu sehen, Aufnahmen stammen aus dem Aug. 2018)
  • Greifvögel: Rot- und Schwarzmilan, Baumfalke, Steinkauz, Mäusebussard, Turmfalke (Jagdreviere: Peterskamp, Balbrede, Oetternbrede)

Fluglinien der geschützten Fledermausarten im Plangebiet

  • 1  Abendsegler (blaue Line)               2  Mückenfledermäuse (__ __)
  • 3  Fransenfledermäuse (….)              4  Zwergfledermäuse (—–)
  • 5  Bartfledermäuse (XXX)                   6  Wasserfeldermäuse (Kästchen)

Ein Gedanke zu „Sollen diese Tiere sterben?

  1. Annette Heuwinkel-Otter

    Die Natur und die Tiere brauchen Schutz. Flächenversiegelung macht auf Dauer alles kaputt und führt zu Katastrophen, wie derzeit die Überschwemmungen in Texas. Übermäßige Flächenversiegelung ist dafür der Grund. Wann werden die Menschen endlich wach und schützen ihre (Um)Welt, in der sie leben!

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